Deutsche Tageszeitung - Bund unterstützt Forstsektor wegen Waldschäden mit anderthalb Milliarden Euro

Bund unterstützt Forstsektor wegen Waldschäden mit anderthalb Milliarden Euro


Bund unterstützt Forstsektor wegen Waldschäden mit anderthalb Milliarden Euro
Bund unterstützt Forstsektor wegen Waldschäden mit anderthalb Milliarden Euro / Foto: ©

Die Bundesregierung hat seit Herbst 2017 anderthalb Milliarden Euro für die Bewältigung von Waldschäden bereitgestellt. Das geht aus dem aktuellen Waldbericht hervor, den Bundesforstministerin Julia Klöckner (CDU) am Mittwoch dem Kabinett in Berlin vorlegte. Die Politik werde damit "unserer Verantwortung für unsere grüne Lunge gerecht", erklärte Klöckner. Das "beispiellose Hilfspaket" helfe Waldbesitzern effektiv, unkompliziert und schnell dabei, widerstandsfähige Mischwälder zu pflanzen.

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Dem Waldbericht zufolge setzten starke Stürme dem Wald in den Jahren 2017 und 2018 extrem zu. In den darauffolgenden beiden Jahren hätten vor allem Dürre und Hitzewellen sowie die massenhafte Vermehrung der Borkenkäfer zu massiven Waldschäden geführt. Nahezu alle Baumarten hätten Schäden aufgewiesen. Zum Ende des Jahres 2020 betrug die geschädigte Waldfläche in Deutschland insgesamt 277.000 Hektar - etwas mehr als die Fläche des Saarlands.

Nach der Verabschiedung des Berichts durch das Kabinett warf die FDP der Bundesregierung vor, zu "zögerlich" auf die Waldkrise reagiert zu haben. "Hilfen von der Bundesregierung kamen nicht nur viel zu spät an, sondern wurden auch nach dem Gießkannenprinzip verteilt", erklärte Karlheinz Busen, der forstpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag.

Deutschland ist laut Bundesforstministerium eines der waldreichsten Länder Europas mit einem Waldflächenanteil von rund 32 Prozent. Bei 48 Prozent davon handle es sich um Privatwald, 19 Prozent der Fläche seien im Besitz von Kommunen. Auf mehr als der Hälfte der Waldfläche wachsen demnach Nadelbäume.

Der Waldbericht der Bundesregierung wird im Abstand von mehreren Jahren vorgestellt - zuletzt 2017. Die Neuauflage umfasst den Zeitraum von Oktober 2017 bis Mai 2021 und bildet neben Ursachen und Auswirkungen von Waldschäden auch dagegen umgesetzte Maßnahmen ab.

(A.Nikiforov--DTZ)

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