Deutsche Tageszeitung - Zahl der Todesopfer bei Unruhen in Südafrika deutlich auf 117 gestiegen

Zahl der Todesopfer bei Unruhen in Südafrika deutlich auf 117 gestiegen


Zahl der Todesopfer bei Unruhen in Südafrika deutlich auf 117 gestiegen
Zahl der Todesopfer bei Unruhen in Südafrika deutlich auf 117 gestiegen / Foto: ©

Bei den Unruhen in Südafrika ist die Zahl der Todesopfer deutlich gestiegen. Mittlerweile seien 117 Todesopfer gezählt worden, teilte die Regierung am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit. Zuletzt war von mindestens 72 Opfern die Rede gewesen.

Textgröße ändern:

Mittlerweile sei die Lage in der Wirtschaftsmetropole Johannesburg aber "relativ ruhig", hieß es von der Regierung. In der Haupt-Unruheregion, der Provinz KwaZulu-Natal im Südosten des Landes, sei die Lage hingegen weiterhin "instabil".

Insbesondere in der Wirtschaftsmetropole Johannesburg und im südöstlichen Bundesstaat KwaZulu-Natal waren in den vergangenen Tagen Läden und Lagerhäuser geplündert und in Brand gesteckt worden. Infolge der Gewalt und Plünderungen wurden auch Lieferketten und Transportverbindungen unterbrochen. Am Mittwoch hatte die Regierung die Einberufung von rund 25.000 Soldaten zur Eindämmung der Unruhen angekündigt - zehnmal mehr als ursprünglich vorgesehen.

Ausgangspunkt der Proteste war Ex-Präsident Jacob Zumas Heimatprovinz KwaZulu-Natal. Seither breiteten sich die Unruhen aber auch auf andere Teile des Landes aus, insbesondere in der Provinz Gauteng mit Johannesburg.

Der langjährige Präsident Zuma war Ende Juni vom Verfassungsgericht wegen Missachtung der Justiz zu einer 15-monatigen Haftstrafe verurteilt worden, die er vergangene Woche antrat. Während viele Südafrikaner die Inhaftierung des Ex-Staatschefs als Erfolg für die Rechtsstaatlichkeit des Landes feierten, gingen Unterstützer Zumas aus Protest auf die Straße.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: