Deutsche Tageszeitung - Provinzregierung und Taliban vereinbaren Waffenruhe im westafghanischen Badghis

Provinzregierung und Taliban vereinbaren Waffenruhe im westafghanischen Badghis


Provinzregierung und Taliban vereinbaren Waffenruhe im westafghanischen Badghis
Provinzregierung und Taliban vereinbaren Waffenruhe im westafghanischen Badghis / Foto: ©

Wenige Tage nach dem Beginn einer Taliban-Offensive auf die Hauptstadt der westafghanischen Provinz Badghis hat die dortige Provinzregierung eine Waffenruhe mit den radikalislamischen Kämpfern vereinbart. Die Feuerpause sei von Stammesältesten vermittelt worden und bereits seit Donnerstag in Kraft, sagte der Gouverneur von Badghis, Hessamuddin Schams, der Nachrichtenagentur AFP. Eine zeitliche Begrenzung wurde demnach nicht vereinbart.

Textgröße ändern:

Vor rund einer Woche hatten die Aufständischen mit dem Sturm auf die Provinzhauptstadt von Badghis, Kala-i-Naw, begonnen - nur wenige Stunden nach der Erklärung der US-Armee, dass der Rückzug aus Afghanistan zu 90 Prozent vollzogen sei.

Parallel zum rasch fortschreitenden Abzug der US- und anderer Nato-Truppen aus Afghanistan haben die Taliban in den vergangenen Monaten große Teile des Landes erobert. Nach Angaben aus afghanischen Regierungskreisen konzentriert sich die Armee des Landes mittlerweile darauf, die größeren Städte, wichtige Straßen sowie Grenzposten gegen den Vormarsch der Islamisten abzusichern.

Zuletzt hatten die Taliban angegeben, inzwischen 85 Prozent des Landes zu kontrollieren. Diese Darstellung kann allerdings nicht unabhängig überprüft werden und wird von der Regierung in Kabul bestritten.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Vor Kabinettsklausur: Rufe nach Entscheidungen bei Reformen und Klimaschutz

Die Wirtschaft ruft nach Entlastungen, in der Koalition geht der Streit Sozialreformen weiter und Umweltverbände fordern Entscheidungen bei Hitze- und Klimaschutz: Vor der zweitägigen Kabinettsklausur ab Dienstag sieht sich die Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) von vielen Seiten unter Handlungsdruck.

Noosha Aubel: Wie viel Verwaltungsversagen verträgt Potsdam noch?

Marode Straßen trotz jahrelanger Warnungen. Ein schwerstbehindertes Kind, dessen anerkannter Hilfebedarf bis heute nicht praktisch umgesetzt ist. Und eine Rathausspitze, die Lösungen versprochen hat. In Potsdam drängt sich inzwischen eine unbequeme Frage auf: Erleben wir noch einzelne Behördenpannen – oder längst ein übergreifendes strukturelles Verwaltungs- und Führungsversagen, begonnen unter Mike Schubert und fortgesetzt unter Noosha Aubel?

نوشا أوبيل: إلى أي مدى ستتحمل بوتسدام المزيد من الفشل الإداري؟

طرق متهالكة رغم التحذيرات المستمرة منذ سنوات. طفل يعاني من إعاقة شديدة، لم يتم حتى اليوم تلبية احتياجاته المعترف بها من المساعدة بشكل عملي. وقيادة البلدية التي وعدت بتقديم حلول. في بوتسدام، يطرح الآن سؤال مزعج نفسه: هل ما زلنا نشهد أعطالاً فردية في الجهاز الإداري – أم أننا نشهد منذ فترة طويلة إخفاقاً هيكلياً شاملاً في الإدارة والقيادة، بدأ في عهد مايك شوبرت واستمر في عهد نوشا أوبيل؟

Нуша Аубель: Скільки ще Потсдам витримає адміністративних провалів?

Зруйновані дороги попри багаторічні попередження. Дитина з важкою інвалідністю, визнана потреба якої в допомозі досі не реалізована на практиці. І керівництво мерії, яке обіцяло знайти рішення. У Потсдамі наразі постає незручне запитання: Чи маємо ми справу з поодинокими промахами чиновників — чи вже давно з всеосяжною структурною адміністративною та управлінською неспроможністю, що почалася за часів Майка Шуберта і продовжується за Нооші Аубель?

Textgröße ändern: