Deutsche Tageszeitung - Paris organisiert vierte Libanon-Konferenz in einem Jahr

Paris organisiert vierte Libanon-Konferenz in einem Jahr


Paris organisiert vierte Libanon-Konferenz in einem Jahr
Paris organisiert vierte Libanon-Konferenz in einem Jahr / Foto: ©

Zum vierten Mal binnen eines Jahres organisiert Frankreich eine internationale Hilfskonferenz für den Libanon. Sie soll am 4. August in Zusammenarbeit mit der UNO stattfinden, wie das Außenministerium in Paris am Freitag mitteilte. Der 4. August ist der erste Jahrestag der verheerenden Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Textgröße ändern:

Bei der Katastrophe waren mehr als 200 Menschen getötet worden, mindestens 6500 weitere wurden verletzt und weite Teile Beiruts verwüstet. Explodiert waren rund 2750 Tonnen Ammoniumnitrat, das jahrelang ungesichert im Hafen lagerte.

"Die Lage im Libanon verschlechtert sich von Tag zu Tag", erklärte das französische Außenministerium. Nach Angaben der Weltbank steckt der Libanon in einer der weltweit schwersten Wirtschaftskrisen seit Mitte des 19. Jahrhunderts.

Zudem hielten die Verantwortlichen das Land "seit Monaten willentlich in einer politischen Blockade", betonte das Ministerium. Der designierte libanesische Ministerpräsident Saad Hariri hatte den Versuch einer Regierungsbildung nach rund neunmonatigen Bemühungen am Donnerstag aufgegeben.

Frankreich dringt immer wieder auf die Bildung einer "glaubwürdigen" Regierung im Libanon. Beide Länder haben historisch enge Beziehungen: Ab 1920 erteilte der Völkerbund Frankreich ein Mandat für den Libanon und Syrien. Seitdem sind Teile der Bevölkerung Frankreich stark verbunden.

Bei der letzten virtuellen Libanon-Konferenz im Juni sagten rund 20 Staaten Nothilfen in nicht genannter Höhe für die libanesische Armee zu. Deutschland unterstützt den Libanon seit der Explosionskatastrophe mit mehr als 20 Millionen Euro.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: