Deutsche Tageszeitung - Corona-Inzidenz in Deutschland steigt auf 10,0

Corona-Inzidenz in Deutschland steigt auf 10,0


Corona-Inzidenz in Deutschland steigt auf 10,0
Corona-Inzidenz in Deutschland steigt auf 10,0 / Foto: ©

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, nahm der Wert auf genau 10,0 zu. Am Vortag hatte die Inzidenz noch 9,4 betragen, vor einer Woche 6,2.

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Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb dieses Zeitraums an. Grund für den seit Anfang Juli kontinuierlich steigenden Inzidenzwert ist die hochansteckende Delta-Variante des Virus, die laut RKI inzwischen für mehr als 50 Prozent der Neuansteckungen verantwortlich ist.

Nach den Angaben des RKI vom Sonntagmorgen wurden binnen 24 Stunden 1292 Corona-Neuinfektionen sowie drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 3.744.681, insgesamt wurden 91.362 Corona-Tote gezählt. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gab das RKI mit rund 3.639.300 an.

Trotz des Anstiegs der Corona-Inzidenz schließt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einen erneuten Corona-Lockdown in Deutschland aus. "Wir müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern", sagte er der "Bild am Sonntag". Ein neuer Lockdown wäre nach seinen Worten "für viele Geschäfte und Restaurants, die bereits monatelang geschlossen waren, verheerend".

Der Wirtschaftsminister sieht aktuell auch keinen Bedarf für weitere Maßnahmen gegen das Coronavirus: "Solange keine Überlastung des Gesundheitssystems droht, gibt es keinen Grund für neue Maßnahmen oder gar einen Lockdown." Geimpfte oder Jüngere hätten bei einer Infektion meist gar keine Symptome. Auch sei die Intensivbetten-Kapazität in Deutschland weit von ihrer Auslastungsgrenze entfernt.

Allerdings hält Altmaier den Verlauf der Impfkampagne für zu langsam. "Wir müssen die Impfkampagne noch einmal stark beschleunigen", forderte er. "Überall dort, wo Menschen öffentlich zusammenkommen, ob im Biergarten oder in der Fußgängerzone, sollten Impfungen angeboten werden." Der CDU-Politiker plädierte auch dafür, dass "mobile Impfteams Menschen in Cafés und Gaststätten ansprechen und direkt vor Ort impfen".

Vollständig geimpft gegen das Virus waren bis zum Freitag in Deutschland nach Angaben des RKI 45,9 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine Impfdosis erhielten demnach 59,7 Prozent.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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