Deutsche Tageszeitung - US-Vize-Außenministerin Sherman reist nach China

US-Vize-Außenministerin Sherman reist nach China


US-Vize-Außenministerin Sherman reist nach China
US-Vize-Außenministerin Sherman reist nach China / Foto: ©

Inmitten der Spannungen zwischen Washington in Peking reist die stellvertretende US-Außenministerin Wendy Sherman an diesem Wochenende nach China. Dort werde sie Konfliktthemen ansprechen, aber auch über die gemeinsamen Interessen beider Länder diskutieren, teilte das US-Außenministerium am Mittwoch mit.

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Ein Besuch in der Hauptstadt Peking ist demnach nicht geplant. Stattdessen wird sich Sherman von Sonntag an zwei Tage in der Küstenstadt Tianjin im Nordosten des Landes aufhalten. Dort will die US-Diplomatin Vertreter der chinesischen Regierung treffen, unter ihnen Außenminister Wang Yi.

Sherman ist nach dem US-Klimagesandten John Kerry die zweite ranghohe US-Repräsentantin, die seit dem Amtsantritt von Präsident Joe Biden nach China reist. Auch Kerry absolvierte bei seiner Reise Mitte April keinen offiziellen Besuch in Peking, sondern traf sich in Shanghai mit seinem chinesischen Kollegen zu Gesprächen über die Klimapolitik.

US-Außenminister Antony Blinken war im März mit seinem Kollege Wang Yi in Alaska zu Beratungen zusammengekommen. Bei dem Ministertreffen in Anchorage lieferten sich beide Seiten heftige Wortgefechte vor laufenden Kameras.

Die USA werfen China unter anderem die Unterdrückung der Uiguren und anderer muslimischer Minderheiten in der chinesischen Provinz Xinjiang vor. Für neue Spannungen zwischen beiden Ländern sorgte zuletzt der Vorwurf der USA, China sei für einen großangelegten Hackerangriff auf das US-Softwareunternehmen Microsoft verantwortlich. Blinken warf dem chinesischen Staatssicherheitsministerium vor, ein Netzwerk von "kriminellen Auftragshackern" zu unterhalten.

Peking wies die Anschuldigungen als politisch motiviert und "fingiert" zurück und verbat sich die "unverschämte Kritik" aus Washington.

Sherman besucht China im Rahmen einer mehrtägigen Asienreise. Am Mittwoch führte sie politische Gespräche in Japan, weitere Stationen sind Südkorea und die Mongolei.

(A.Nikiforov--DTZ)

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