Deutsche Tageszeitung - Seit Wochen andauernder Hungerstreik von Migranten in Belgien vorerst beendet

Seit Wochen andauernder Hungerstreik von Migranten in Belgien vorerst beendet


Seit Wochen andauernder Hungerstreik von Migranten in Belgien vorerst beendet
Seit Wochen andauernder Hungerstreik von Migranten in Belgien vorerst beendet / Foto: ©

In Brüssel haben rund 450 Migranten ohne Papiere ihren seit zwei Monaten andauernden Hungerstreik zur Durchsetzung ihres Bleiberechts vorerst beendet. Die Menschen hätten die Aktion "vorübergehend ausgesetzt", teilten Unterstützer am Mittwoch mit. Sie begrüßten, dass die Regierung "eine helfende Hand" gereicht habe.

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"Die Beendigung des Hungerstreiks ist die einzig richtige Entscheidung", erklärte Belgiens Ministerpräsident Alexander De Croo. Er betonte jedoch zugleich, dass sich die Regierung nicht erpressen lasse.

Den Unterstützern zufolge wurde den Menschen vorgeschlagen, ihre "außergewöhnlichen Umstände" - sowie im Falle von einigen wenigen "die Möglichkeit des internationalen Schutzes" - bei den Behörden vorzubringen. Die vornehmlich aus Algerien und Marokko stammenden Migranten fordern ein Bleiberecht mit Zugang zum Arbeitsmarkt.

Sie hatten Ende Mai mit ihrer Protestaktion in einer Kirche im Zentrum von Brüssel sowie in zwei Universitäten begonnen. Die Migranten fordern eine Aufenthaltserlaubnis für alle Teilnehmer der Aktion, nachdem sie jahrelang ohne Papiere in Belgien gearbeitet haben. Eine kollektive Lösung lehnte der zuständige Staatssekretär Sammy Mahdi aber ab.

Der Zustand der Migranten hatte sich zuletzt dramatisch verschlechtert, nachdem knapp 300 von ihnen auch noch in einen "Durststreik" getreten waren. "Hoffen wir, dass dauerhafte körperliche Schäden vermieden wurden und werden können", erklärte De Croo. Im Falle von Folgeschäden würden diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die die Hungerstreikenden ermutigt und ihnen "falsche Hoffnungen gemacht" hätten, kündigte der Regierungschef an.

(V.Korablyov--DTZ)

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