Deutsche Tageszeitung - Aktivisten: Sieben Zivilisten in Syrien bei Beschuss durch Armee getötet

Aktivisten: Sieben Zivilisten in Syrien bei Beschuss durch Armee getötet


Aktivisten: Sieben Zivilisten in Syrien bei Beschuss durch Armee getötet
Aktivisten: Sieben Zivilisten in Syrien bei Beschuss durch Armee getötet / Foto: ©

Bei einem Angriff syrischer Regierungstruppen im Norden des Bürgerkriegslandes sind Aktivisten zufolge sieben Zivilisten getötet worden. Unter den Toten befanden sich vier Kinder, wie die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mitteilte. Bei dem Beschuss des Ortes Iblin in der nordwestlichen Provinz Idlib seien außerdem mehrere Menschen verletzt worden. Idlib ist die letzte zu großen Teilen von Aufständischen kontrollierte Region Syriens.

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Die Armee hat ihre Bombardierungen in der Provinz Idlib seit Samstag verstärkt, als Präsident Baschar al-Assad seine vierte Amtszeit antrat. Seitdem wurden bei mindestens drei Angriffen dutzende Menschen getötet. Der seit über 20 Jahren autoritär regierende Staatschef hat sich vorgenommen, die letzten Gebiete, die nicht unter Kontrolle der Regierungstruppen stehen, zu "befreien".

Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von Aktivisten vor Ort. Von unabhängiger Seite können ihre Angaben oft kaum überprüft werden.

Idlib ist die letzte große Bastion regierungsfeindlicher Kräfte in Syrien. Die dschihadistische Gruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) und ihre Verbündeten kontrollieren etwa die Hälfte der Provinz sowie Teile der benachbarten Provinzen Hama, Latakia und Aleppo. Trotz einer im März 2020 vereinbarten Waffenruhe kommt es in Idlib immer wieder zu Kämpfen und Artilleriefeuer.

Seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle fast eine halbe Million Menschen getötet und Millionen weitere vertrieben.

(V.Korablyov--DTZ)

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