Deutsche Tageszeitung - Fridays for Future demonstiert in rund 30 Städten für mehr Klimaschutz

Fridays for Future demonstiert in rund 30 Städten für mehr Klimaschutz


Fridays for Future demonstiert in rund 30 Städten für mehr Klimaschutz
Fridays for Future demonstiert in rund 30 Städten für mehr Klimaschutz / Foto: ©

Die Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future hat am Freitag erneut in rund 30 deutschen Städten für "handfeste Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise" demonstriert. Zentrale Kundgebungen fanden in Hamburg und Bonn statt. Dabei gedachten die Aktivistinnen und Aktivisten auch der Opfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

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Die Kundgebungen, die unter Corona-Schutzmaßnahmen erfolgten, standen unter dem Motto "Die Klimakrise ist hier". Damit wies Fridays for Future auf die Verbindung zwischen Erderwärmung und einer höheren Gefahr für Extremwetter und damit auch Überschwemmungen hin. Diesen Zusammenhang erläuterte auf der Veranstaltung in Hamburg der Klima-Wissenschaftler Carl-Friedrich Schleussner von der Berliner Humboldt Universität.

"Angesichts von circa 1,2 Grad Celsius globaler Erwärmung stellt sich im Jahr 2021 nicht mehr die Frage, ob die menschengemachte Erderwärmung das Auftreten von Extremwetterereignissen beeinflusst, sondern auf welche Art und wie stark. Wir sind bereits mittendrin im Klimawandel", hieß es dazu in einer Erklärung der Partnerorganisation Scientists for Future. "Basierend auf dem Stand der Forschung können wir klar feststellen, dass die menschengemachte Erderwärmung ohne Zweifel zur Schwere des Flutereignisses beigetragen hat", sagte dazu Schleussner.

Der Fridays-for-Future-Aktivist Jonas Wischnewski aus dem besonders vom Hochwasser betroffenen Ahrtal kritisierten nach Angaben der Veranstalter in Hamburg, dass zwar immer wieder von mehr Tempo beim Klimaschutz gesprochen werde, aber nichts passiere. "Ich fühle mich belogen", sagte er demnach an die Adresse von Politikerinnen und Politikern.

Fridays for Future forderte in einer Erklärung "konsequenten Klimaschutz statt heuchlerischer Worte und eine sofortige Abkehr von Kohle, Öl und Gas, um die Emissionen schnell zu senken." Auch in anderen Staaten gab es Protestaktionen für einen ehrgeizigeren Kampf gegen die Erderwärmung.

(W.Novokshonov--DTZ)

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