Deutsche Tageszeitung - Kubanische Botschaft in Paris mit Molotow-Cocktails angegriffen

Kubanische Botschaft in Paris mit Molotow-Cocktails angegriffen


Kubanische Botschaft in Paris mit Molotow-Cocktails angegriffen
Kubanische Botschaft in Paris mit Molotow-Cocktails angegriffen / Foto: ©

Die kubanische Botschaft in Paris ist nach Angaben der Regierung in Havanna in der Nacht zum Dienstag mit Molotow-Cocktails angegriffen worden. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez verurteilte im Onlinedienst Twitter den "terroristischen Angriff" und machte die US-Regierung für den Vorfall verantwortlich.

Textgröße ändern:

Die Brandsätze verursachten ein Feuer, das allerdings nach Angaben der Feuerwehr gelöscht wurde, bevor Einsatzkräfte vor Ort eintrafen. "Ich mache die US-Regierung verantwortlich", erklärte Rodríguez. Deren Kampagne gegen Kuba würde ein solches Verhalten befördern.

Die Botschaft wurde nach Angaben des kubanischen Außenministeriums gegen 23.45 Uhr von drei Brandsätzen getroffen. Zwei trafen demnach die Fassade, einer landete im Inneren des Gebäudes und entfachte ein Feuer. Der Brand sei von den Botschaftsmitarbeitern gelöscht worden. Die Staatsanwaltschaft in Paris erklärte auf Anfrage, es sei eine Untersuchung eingeleitet worden.

Am Wochenende und am Montag hatte es in zahlreichen Städten weltweit Proteste für und gegen die kubanische Regierung gegeben. Anlass waren der kubanische Nationalfeiertag am 26. Juli sowie die regierungskritischen Proteste, die auf der Karibikinsel seit rund zwei Wochen stattfinden.

Am Montag schlossen sich rund zwei Dutzend Länder, darunter Brasilien, Kolumbien und Ecuador, einem Aufruf von US-Außenminister Antony Blinken an. Dieser hatte die kubanische Regierung aufgefordert, "die gesetzlich garantierten Rechte und Freiheiten des kubanischen Volkes zu respektieren" und "diejenigen freizulassen, die wegen der Ausübung ihres Rechts auf friedlichen Protest gefangen genommen wurden". Kubas Außenminister forderte die US-Regierung im Gegenzug auf, das seit 1962 bestehende Embargo gegen sein Land zu beenden.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

BGH bestätigt Rechtsweggarantie: Usmanow darf EU-Rat wegen Verleumdung verklagen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einer wegweisenden Entscheidung klargestellt, dass der usbekisch-russische Industrielle Alischer Usmanow den Europäischen Rat vor deutschen Gerichten wegen Verleumdung verklagen darf. Das höchste deutsche Zivilgericht wies die Rechtsbeschwerde statt und bestätigte damit die Anwendbarkeit der grundgesetzlichen Rechtsweggarantie auf Institutionen der Europäischen Union, trotz vorheriger Widerstände durch die Exekutive.

Staatsbesuch Selenskyjs in Berlin: Massive Verkehrseinschränkungen und Sperrungen

Wegen des Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Hauptstadt müssen Berliner am Dienstag mit erheblichen Verkehrseinschränkungen rechnen. Die Polizei führt weiträumige Absperrungen im Regierungsviertel und in der City West durch, was den ÖPNV sowie den Straßenverkehr stark beeinträchtigt.

Politik reagiert mit Repressionsforderungen auf Proteste der Generation Z

»Gen Z regelt« Merz kapert Jugendprotest »Gen Z regelt«: Politiker und Polizisten fordern stärkere Repression. Zugleich wird versucht, die Bewegung zu spalten

USA kündigen neue Ukraine-Gespräche mit Kiew und Moskau in Abu Dhabi an

Live-Blog Russland meldet massive Angriffe auf Energieanlagen +++ Lettland gibt nach Luftraum-Alarm Entwarnung +++ Selenskyj wirft Moskau „hinterhältigen Terroranschlag“ vor +++ Der Newsblog. Im Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sollen nach US-Angaben nächste Woche Vertreter aus Kiew, Moskau und Washington zu Verhandlungen zusammenkommen.

Textgröße ändern: