Deutsche Tageszeitung - UN-Klimachefin pocht auf ehrgeizigere Ziele der einzelnen Länder

UN-Klimachefin pocht auf ehrgeizigere Ziele der einzelnen Länder


UN-Klimachefin pocht auf ehrgeizigere Ziele der einzelnen Länder
UN-Klimachefin pocht auf ehrgeizigere Ziele der einzelnen Länder / Foto: ©

Die UN-Klimachefin Patricia Espinosa hat die Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaschutzabkommens zu ehrgeizigeren nationalen Klimazielen aufgefordert. Nur etwas mehr als die Hälfte der Vertragsstaaten hätten den Vereinten Nationen aktualisierte Pläne zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen vorgelegt, kritisierte die Leiterin des UN-Klimasekretariats am Samstag. Unzufrieden zeigte sich Espinosa auch mit dem "Ambitionsniveau" der vorliegenden nationalen Klimaschutzpläne.

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"Die jüngsten extremen Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen rund um den Globus sind eine schreckliche Warnung, dass viel mehr getan werden muss, und dass es viel schneller getan werden muss", erklärte Espinosa. Dies funktioniere nur, wenn die einzelnen Staaten "ehrgeizigere" Klimaziele definierten.

Das Pariser Klimaschutzabkommen ist ein rechtlich bindender internationaler Vertrag, der im Dezember 2015 von 196 Staaten unterzeichnetet wurde. Es sieht die Begrenzung der globalen Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor.

Gemäß dem Abkommen sollten die Unterzeichnerstaaten bis spätestens Ende 2020 ihre neuen oder aktualisierten nationalen Aktionspläne bei den UNO vorlegen. Unter Verweis auf die Corona-Pandemie und die Verschiebung der internationalen Klimaschutzkonferenz in Glasgow auf November dieses Jahres hatten aber etliche Regierungen erklärt, diese Frist nicht einhalten zu können. Nur 75 Staaten reichten bis Dezember 2020 ihre Klimaschutzvorhaben ein.

Bis zur neuen Frist am Freitag lagen laut Espinosa die Pläne von insgesamt 110 Vertragsparteien vor, darunter jener der USA, die nach dem Amtsantritt ihres neuen Präsidenten Joe Biden in das Pariser Klimaschutzabkommen zurückgekehrt waren. Dass nur 54 Prozent der Pariser Unterzeichnerstaaten ihre Aktionspläne eingereicht hätten, sei "alles andere als zufriedenstellend", bemängelte Espinosa.

(P.Tomczyk--DTZ)

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