Deutsche Tageszeitung - Mehrere Raketen treffen Flughafen in südafghanischer Stadt Kandahar

Mehrere Raketen treffen Flughafen in südafghanischer Stadt Kandahar


Mehrere Raketen treffen Flughafen in südafghanischer Stadt Kandahar
Mehrere Raketen treffen Flughafen in südafghanischer Stadt Kandahar / Foto: ©

Der Flughafen in der südafghanischen Stadt Kandahar ist von mehreren Raketen getroffen worden. Wie Flughafenleiter Massud Paschtun am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, schlugen mindestens drei Geschosse am Samstagabend auf dem Flughafen ein. Zwei davon trafen demnach die Landebahn. Alle Flüge seien gestrichen worden.

Textgröße ändern:

Zuvor waren am Samstag am Rande der westafghanischen Stadt Herat erneute Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den radikalislamischen Taliban ausgebrochen. Beamte und Einwohner berichteten von Zusammenstößen in den Außenbezirken Herats. Hunderte Menschen flohen demnach aus ihren Häusern, um in der Nähe des Stadtzentrums Schutz zu suchen.

Wie der Gouverneur von Herat, Abdul Saboor Kani, mitteilte, fanden die meisten Kämpfe in den Bezirken Indschil und Gusara statt. "Wir gehen vorsichtig vor, um Opfer in der Zivilbevölkerung zu vermeiden", sagte Kani.

Die Regierungstruppen flogen am Samstag zudem einen Luftangriff auf ein kleines Krankenhaus in der südlichen Stadt Laschkar Gah in der Provinz Helmand. Das Krankenhaus war laut offiziellen Angaben zuvor von den Taliban eingenommen worden, um dort ihre Verletzten zu versorgen. Einem Behördenvertreter zufolge wurde ein Mensch bei den Angriffen getötet und das Krankenhaus wurde zerstört.

Seit dem Beginn des Abzugs der internationalen Truppen haben die Taliban weite Teile des Landes am Hindukusch erobert. Seit dieser Woche liefern sich die Islamisten und Regierungstruppen Gefechte in den Außenbezirken von Herat, der drittgrößten Stadt Afghanistans mit 600.000 Einwohnern.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Von Trump unterstützte Darline Graham gewinnt Stichwahl um Senatssitz ihres verstorbenen Bruders

Die von US-Präsident Donald Trump unterstützte Darline Graham hat die Stichwahl der Republikaner im Bundesstaat South Carolina um den Senatssitz ihres verstorbenen Bruders Lindsey Graham gewonnen. Die 62-Jährige, die bislang politisch weitgehend unbekannt ist, setzte sich am Dienstag gegen den konservativen Abgeordneten Ralph Norman durch, wie mehrere US-Sender prognostizierten. Sie wird sich damit bei den Zwischenwahlen im November um einen Senatssitz in Washington bemühen.

Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Spitzenduell zwischen CDU und AfD

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt treffen am Mittwochabend (20.15 Uhr) die Spitzenkandidaten der Parteien erneut aufeinander. In der Sendung "Fakt ist!" des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) stellen sich in Magdeburg zunächst Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze sowie AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in einem Duell den Fragen der Moderatoren. Anschließend wird die Runde um die Kandidaten und Kandidatinnen von Linkspartei, SPD, Grünen, FDP und BSW erweitert.

Kurdenführer Abdi verkündet Auflösung der Demokratischen Kräfte Syriens

Mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung haben die kurdisch dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) ihre Auflösung verkündet, um fortan Teil der regulären Armee des Landes zu sein. Der syrische Kurdenführer Maslum Abdi gab am Dienstagabend "das Ende des Einsatzes" der SDF bekannt und erklärte deren Auflösung "als unabhängige Streitmacht". Dies erfolge nach dem "Abschluss des Prozesses der Eingliederung unserer Streitkräfte in die Brigaden der syrischen Armee", sagte Abdi im Präsidentenpalast in Damaskus in einer im Fernsehen übertragenen Rede, die er zuerst auf Arabisch und dann auf Kurdisch hielt.

Israel beginnt mit Räumung von UNRWA-Ausbildungszentrum in Ost-Jerusalem

In seinem Vorgehen gegen das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA hat die israelische Regierung am Dienstag damit begonnen, ein Berufsbildungszentrum der Organisation in Ost-Jerusalem räumen zu lassen. "In Übereinstimmung mit meiner Anweisung und dem von uns verabschiedeten Gesetz hat heute die Räumung des UNRWA-Geländes in Kafr Akab in Jerusalem begonnen", erklärte das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu. Das Kalandia-Ausbildungszentrum war 1952 gegründet worden und bot laut UNRWA jedes Jahr etwa 340 Palästinensern aus dem besetzten Westjordanland eine Berufsausbildung.

Textgröße ändern: