Hilfsorganisationen retten mehr als 400 Flüchtlinge im Mittelmeer
Hilfsorganisationen haben mehr als 400 Migranten in Seenot auf dem Mittelmeer gerettet. "Die ganze Nacht waren wir zusammen mit Sea-Watch und ResQship mit der kritischen Rettung von rund 400 Menschen aus einem großen Holzboot beschäftigt, das voll Wasser lief", teilte die europäische Organisation SOS Méditerranée am Sonntag auf Twitter mit. Die Geretteten würden nun auf den Rettungsschiffen "Ocean Viking" und "Sea-Watch 3" betreut.
An Bord der "Ocean Viking", die von SOS Méditerranée betrieben wird, stieg die Zahl der Geretteten damit auf rund 450, da die Organisation bereits zuvor bei mehreren Rettungseinsätzen Migranten an Bord genommen hatte. Bei vier Rettungsaktionen waren demnach am Samstag insgesamt 196 Migranten vor der libyschen Küste gerettet worden. Darunter waren laut der Organisation mindestens zwei Schwangere und 33 Minderjährige, davon 22 unbegleitet.
Seit Beginn des Jahres sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration bereits mindestens 1146 Migranten bei der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer gestorben. Nach offiziellen Zahlen waren es im vergangenen Jahr mehr als 1200 Todesopfer. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. SOS Méditerranée gibt an, seit Februar 2016 mehr als 30.000 Menschen gerettet zu haben.
(I.Beryonev--DTZ)