Deutsche Tageszeitung - Karliczek gegen Einschränkungen für ungeimpfte Kinder und Jugendliche in Schulen

Karliczek gegen Einschränkungen für ungeimpfte Kinder und Jugendliche in Schulen


Karliczek gegen Einschränkungen für ungeimpfte Kinder und Jugendliche in Schulen
Karliczek gegen Einschränkungen für ungeimpfte Kinder und Jugendliche in Schulen / Foto: ©

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) schließt Einschränkungen für ungeimpfte Kinder und Jugendliche in den Schulen aus. "Für mich und auch die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder ist klar, dass es an Schulen keine sogenannte 2G-Regelung geben kann", sagte Karliczek der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Auch wer sich nicht impfen lassen kann oder will, hat ein Anrecht auf Zugang zum Unterricht."

Textgröße ändern:

In Deutschland wird derzeit darüber debattiert, ob Veranstaltungen in Innenräumen auch weiterhin Genesenen, Geimpften und Getesteten (3G) offenstehen sollen. Bei einer 2G-Regelung würden nur noch Geimpfte und Genesene zugelassen.

Für die Schulen lehnte Karliczek diesen Vorstoß nun ab. Hygieneschutzmaßnahmen blieben aber wichtig, "auch für geimpfte Schülerinnen und Schüler und für die Lehrkräfte", sagte die Bildungsministerin.

Die CDU-Politikerin sagte weiter, sie hoffe auf ein "klares Signal" der Ständigen Impfkommission, die für diese Woche eine Neubewertung der Impfempfehlung für die 12- bis 17-Jährigen angekündigt hat. "Einige meinen, dass die Datengrundlage für eine Neubewertung durch Studien aus den USA mittlerweile ausreichend ist", sagte Karlivzek. "Aber die Stiko ist und bleibt unabhängig. Wir müssen ihre Entscheidung abwarten."

Das Maskentragen im Unterricht sei "abhängig von der aktuellen Pandemielage und anderen Möglichkeiten, sich zu schützen. Dazu zähle ich auch die Möglichkeit, sich impfen zu lassen", betonte die Ministerin.

Sie wies auch darauf hin, dass der Bund und die Länder im Rahmen des Digitalpakts genug Mittel zur Verfügung gestellt hätten, damit die Schulen mobile Endgeräte für bedürftige Schülerinnen und Schüler anschaffen können. Die Aktualisierung dieser Technik "sehe ich als Aufgabe von Ländern und Kommunen", sagte Karliczek. "Der Bund hat bereits mehr Mittel als je zuvor zur Verfügung gestellt, zum Beispiel für Administratoren, die die Technik in Schuss halten."

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Chef des Dachverbandes der DDR-Opfer kritisiert Linken-Forderung nach Enteignung

Der Vorsitzende des Dachverbands der DDR-Opfer, Dieter Dombrowski, hat die Forderung der Berliner Linken nach Enteignung von Wohnungskonzernen auch wegen der Erfahrungen in der DDR kritisiert. "Was Verstaatlichung für Folgen hat, konnte man vor 1989 in ganz Osteuropa und der DDR sehen", sagte Dombrowski dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). "Wohnungen gab es damals keine. Und wenn es welche gab, dann waren sie in einem jämmerlichen Zustand - mit Ausnahme der Neubauten."

"Ich labere nicht": Schulze und Siegmund liefern sich in Sachsen-Anhalt Rededuell

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze und sein AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund warfen sich am Mittwochabend in der MDR-Sendung "Fakt ist!" aus Magdeburg gegenseitig politisches Versagen vor. Die AfD habe "kein Konzept für die Zukunft von Sachsen-Anhalt", etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen, sagte Schulze.

Sana Surselva kippt Schließung der Geburtshilfe in Ilanz

Sana Surselva behält die Geburtshilfe in Ilanz. Gleichzeitig trennt sich das Unternehmen von CEO Markus Fisch. Die Entscheidung folgt auf Kritik am Sparpotenzial.

Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Heftiges Rededuell zwischen Kandidaten von CDU und AfD

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell über ihre politischen Ziele geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze warf seinem AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund am Mittwochabend in der Sendung "Fakt ist!" des MDR vor, "kein Konzept für die Zukunft für Sachsen-Anhalt" zu haben, etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Textgröße ändern: