Deutsche Tageszeitung - 56 Prozent der Eltern mit Lernangeboten von Schulen in Pandemie unzufrieden

56 Prozent der Eltern mit Lernangeboten von Schulen in Pandemie unzufrieden


56 Prozent der Eltern mit Lernangeboten von Schulen in Pandemie unzufrieden
56 Prozent der Eltern mit Lernangeboten von Schulen in Pandemie unzufrieden / Foto: ©

Mehr als die Hälfte der Eltern ist mit den Lernangeboten der Schulen im vergangenen Corona-Schuljahr nicht zufrieden gewesen. Das geht aus einer Umfrage für den am Mittwoch veröffentlichten neuen Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hervor. Demnach waren 56 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit den Angeboten der Schulen während des von Schulschließungen und weitreichenden Pandemiebeschränkungen geprägten Schuljahres unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden.

Textgröße ändern:

Lediglich 22 Prozent waren der Befragung des Instituts Civey zufolge im bundesweiten Schnitt mit den Angeboten zufrieden und acht Prozent sehr zufrieden. Dabei gab es zugleich auch Unterschiede zwischen den Bundesländern. Die Unzufriedenheit in den fünf ostdeutschen Flächenländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und Brandenburg war besonders hoch. Im Schnitt deutlich zufriedener waren Eltern in den norddeutschen Ländern Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie in Bayern.

Die INSM erneuerte ihre Forderung nach einem "Aufholprogramm" nach dem Einschnitt der Pandemie. An den Schulen solle der individuelle Lernstand der Schüler durch vergleichbare Tests ermittelt werden, erklärte Geschäftsführer Hubertus Pellengahr in Berlin. Darauf aufbauend müsse mit Förderunterricht und digitalen Lernangeboten "gezielt" nachgeholfen werden. Zudem müssten Lehrer weitergebildet und IT-Experten eingestellt werden.

Die INSM ist eine von Unternehmerverbänden der deutschen Metall- und Elektroindustrie finanzierte Organisation. Sie versteht sich selbst als überparteiliche Denkfabrik, die "Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche Politik" geben möchte.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD baut Vorsprung in Umfrage weiter aus

Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD ihren Vorsprung auf die CDU in einer Umfrage auf 20 Prozentpunkte vergrößert. In der am Mittwoch in Köln veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für die ARD kommt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD auf 42 Prozent - ein Prozentpunkt mehr als bei einer vorangegangen Befragung von Ende Juli. Die CDU verliert dagegen zwei Punkte und wird aktuell bei 22 Prozent gesehen.

BSW in Thüringen stellt klar: Fraktion stimmt gegen Misstrauensvotum von AfD

Die AfD im Thüringer Landtag kann bei ihrem für Freitag angesetzten konstruktiven Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) nicht auf Stimmen des BSW zählen. Das stellte die Landtagsfraktion des BSW in Erfurt am Mittwoch nochmals klar. "Die BSW-Fraktion wird am Freitag geschlossen mit Nein stimmen", erklärte sie. Der AfD gehe es nicht um die Menschen in Thüringen, sondern um "reine Selbstinszenierung".

Selenskyj besucht ukrainische Soldaten an der Front

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben Soldaten an der Front im Südosten des Landes besucht. Er sei gemeinsam mit Armeechef Mychailo Drapaty an der Front im Sektor Oleksandriwskyj, erklärte Selenskyj am Mittwoch in Onlinediensten und veröffentlichte dazu ein Video, das die beiden im Gespräch mit Soldaten und bei dem Überreichen von Auszeichnungen zeigt. Die ukrainische Armee hatte eigenen Angaben zufolge in der Region zuletzt Gelände von den russischen Truppen zurückgewinnen können.

Menschenverachtende Posts: Universitätsklinikum Rostock stellt Oberarzt frei

Wegen mutmaßlicher menschenverachtender und rassistischer Beiträge in sozialen Medien hat das Universitätsklinikum Rostock einen Oberarzt freigestellt. Das teilte eine Sprecherin der Universitätsmedizin in Stadt am Dienstag nach einem entsprechenden Vorstandsbeschluss mit. Eine auf die Bekämpfung von Hass und Rechtsextremismus im digitalen Raum spezialisierte Initiative hatte den Fall zuvor publik gemacht und Bilder der mutmaßlichen Posts des Mediziners veröffentlicht.

Textgröße ändern: