Deutsche Tageszeitung - Entwarnung nach Alarm am US-Kapitol

Entwarnung nach Alarm am US-Kapitol


Entwarnung nach Alarm am US-Kapitol
Entwarnung nach Alarm am US-Kapitol / Foto: ©

Nach dem Alarm am Kapitol haben die US-Behörden Entwarnung gegeben: Im Fahrzeug eines 49-Jährigen, der vor dem US-Parlament in Washington mit einer Explosion gedroht hatte, wurde keine Bombe gefunden, wie die Kapitol-Polizei mitteilte. Es seien aber Materialien für einen möglichen Bombenbau gefunden worden.

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Der Mann hatte am Donnerstag einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der mutmaßliche Rechtsextremist fuhr mit einem schwarzen Pickup vor der Bibliothek des Kapitols auf den Bürgersteig und erklärte, er habe eine Bombe. Das Gebiet wurde daraufhin weiträumig abgesperrt, umliegende Gebäude wurden evakuiert. Der Mann gab schließlich nach mehreren Stunden auf und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Der 49-Jährige aus North Carolina hatte sich während des Vorfalls selbst gefilmt und die Aufnahmen live im Internet veröffentlicht. In einem halbstündigen Video ist ein weißer Mann mit Glatze und Bart zu sehen, der von einer "Revolution" spricht, sich als "Patrioten" bezeichnet, Afghanistan erwähnt und angibt, mit US-Präsident Joe Biden sprechen zu wollen. Er droht, dass seine Bombe automatisch detoniere, falls er erschossen werde. Zudem seien noch vier weitere Sprengkörper in Washington deponiert.

Das auf die Überwachung extremistischer Gruppen im Internet spezialisierte Unternehmen Site erklärte, die Aktivitäten des Mannes in Online-Netzwerken ließen darauf schließen, dass er Anhänger der MAGA-Bewegung von Ex-Präsident Donald Trump sei. MAGA ist die Abkürzung für "Make America Great Again" (Macht Amerika wieder großartig), Trumps Wahlkampfslogan.

Wegen der Bombendrohung siebeneinhalb Monate nach der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar durch radikale Trump-Anhänger rückten neben der Kapitol-Polizei auch die Polizei der Hauptstadt Washington, die Bundespolizei FBI und Rettungskräfte mit einem Großaufgebot an.

(U.Beriyev--DTZ)

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