Deutsche Tageszeitung - Brot für die Welt fordert anhaltenden Schutz bedrohter Menschen in Afghanistan

Brot für die Welt fordert anhaltenden Schutz bedrohter Menschen in Afghanistan


Brot für die Welt fordert anhaltenden Schutz bedrohter Menschen in Afghanistan
Brot für die Welt fordert anhaltenden Schutz bedrohter Menschen in Afghanistan / Foto: ©

Kurz vor dem voraussichtlichen Ende der deutschen Luftbrücke aus Kabul hat das Hilfswerk Brot für die Welt die Bundesregierung zum Schutz bedrohter Menschen in Afghanistan aufgerufen. Deutschland und der Westen dürften sich jetzt nicht zurückziehen und die Menschen "ihrem Schicksal überlassen", sagte Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Dagmar Pruin, bei der Vorstellung des Jahresberichts von Brot für die Welt am Donnerstag.

Textgröße ändern:

Berlin müsse bei den radikalislamischen Taliban auf die Einhaltung der Menschenrechte und die Gewährung zivilgesellschaftlicher Freiheiten dringen. "Entwicklung braucht Mitsprache und Freiheit", betonte Pruin.

Die Bundesregierung solle sich zusammen mit der EU zudem dafür einsetzen, dass die neuen Machthaber in Kabul humanitären Organisationen Zugang gewähren. "Afghanistan ist schon seit vielen Jahren auf Hilfe von außen angewiesen, das wird nun unter den Taliban schwieriger", sagte Pruin. Dennoch sei schnelle Hilfe nötig: "Elf Millionen Menschen hungern in Afghanistan."

Zugleich mahnt die Präsidentin, Dauerkrisen wie etwa im Südsudan, nicht aus dem Blick zu verlieren: "Armut, Hunger, die Klimakrise und Corona verstärken einander und lassen immer mehr Menschen zurück." Die Pandemie habe gezeigt, wie sehr sich der globale Norden vom Rest der Welt entkoppelt habe.

Brot für die Welt ist das Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen und ihrer Diakonie. Im Jahr 2020 förderte das Werk eigenen Angaben zufolge rund 1800 Hilfsprojekte weltweit. Der Schwerpunkt lag dabei auf Ernährung und ländlicher Entwicklung.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Papstreise nach Frankreich: Hunderttausende melden sich zu Gottesdiensten an

Einen Monat vor der Frankreichreise von Papst Leo XIV. haben sich bereits Hunderttausende zu den Gottesdiensten angemeldet. "Das Stade de France ist bereits ausgebucht, und für die Messe auf dem Place de la Concorde haben sich 400.000 Menschen angemeldet", sagte der Vorsitzende des Organisationskomitees, Bischof Benoît Bertrand, am Dienstag der Zeitung "La Tribune". Papst Leo wird vom 25. bis 28. September in Frankreich zu einem Staatsbesuch erwartet. Es ist der erste dieser Art seit dem Besuch von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2008.

US-Medien: CIA-Chef Ratcliffe in geheimer Mission in Moskau

Der Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist Medienberichten zufolge in geheimer Mission nach Moskau gereist. Er wollte dort am Dienstag Gespräche führen, wie der Sender CBS News und die Plattform Axios berichteten. Ob es dabei um den Krieg in der Ukraine ging, um den Iran oder einen Gefangenenaustausch, war nicht bekannt.

Kabinett berät über Stärkung der Wirtschaft - Merz sieht "große Potenziale"

Bei ihrer Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg hat die Bundesregierung über Maßnahmen zur Stärkung der deutschen Wirtschaft beraten. "Unser Land hat große Potenziale und es gibt überhaupt keinen Grund, uns klein zu machen", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag zum Auftakt des zweitägigen Treffens. Der Kanzler wies zugleich auf die großen Herausforderungen hin - die angespannte Wirtschaftslage, hybride Angriffe etwa mit Drohnen sowie die Klimakrise und deren Folgen.

US-Medien: Chef des Geheimdienstes CIA zu Gesprächen in Moskau

Der Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist Medienberichten zufolge in geheimer Mission nach Moskau gereist. Er wolle dort am Dienstag Gespräche führen, berichteten der Sender CBS News und die Plattform Axios. Zuvor war ein US-Militärflugzeug von Lettland in Richtung des Moskauer Flughafens Wnukowo geflogen, wie aus Daten des Flugbeobachtungsportals Flightradar 24 hervorging.

Textgröße ändern: