Deutsche Tageszeitung - Berichte: Biden will Corona-Impfpflicht für alle Bundesangestellten einführen

Berichte: Biden will Corona-Impfpflicht für alle Bundesangestellten einführen


Berichte: Biden will Corona-Impfpflicht für alle Bundesangestellten einführen
Berichte: Biden will Corona-Impfpflicht für alle Bundesangestellten einführen / Foto: ©

Angesichts stark gestiegener Corona-Infektionszahlen will US-Präsident Joe Biden Medienberichten zufolge eine Impfpflicht für alle Bundesangestellten einführen. Der Präsident wolle die Maßnahme am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) bei der Vorstellung einer "Sechs-Punkte-Strategie" im Kampf gegen die Pandemie verkünden, berichteten die "Washington Post" und der Nachrichtensender CNN.

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Bislang konnten sich Bundesangestellte, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, stattdessen regelmäßig testen lassen. Sie mussten außerdem stets Gesichtsmasken tragen. Biden will diese Ausnahmeregelungen nun aber streichen und eine grundsätzliche Impfpflicht für Angestellte von Bundesbehörden erlassen.

Hintergrund ist ein dramatischer Anstieg der Infektionszahlen in den USA in den vergangenen Wochen, der vor allem auf die Ausbreitung der Delta-Variante zurückgeht. Derzeit werden im Wochenschnitt täglich rund 150.000 Neuinfektionen und 1500 Todesfälle registriert.

Die Zahlen waren in den ersten Amtsmonaten des seit Januar regierenden Biden stark zurückgegangen. Grund waren insbesondere rasche Fortschritte bei der landesweiten Impfkampagne, die der Präsident entschieden vorantrieb. Später kam die Impfkampagne aber angesichts einer großen Zahl von Impfgegnern und Impfskeptikern ins Stocken.

Inzwischen haben in den USA 208 Millionen Menschen - knapp 63 Prozent der Gesamtbevölkerung - mindestens eine Impfdosis erhalten, 53 Prozent sind vollständig geimpft. Bei den Erwachsenen beträgt der Anteil 75 beziehungsweise 64 Prozent.

Insbesondere bei Anhängern der konservativen Republikaner von Ex-Präsident Donald Trump gibt es Widerstand gegen Impfungen - und gegen das Maskentragen. Republikanische Politiker sind entschieden gegen eine Impf- oder Maskenpflicht. Von dem Wiederanstieg der Infektionszahlen sind vor allem konservativ regierte Bundesstaaten im Süden der USA wie Florida, Texas und Mississippi betroffen, wo Krankenhäuser wieder zunehmend überlastet sind.

Angesichts der weitgehenden Befugnisse der Bundesstaaten sind Bidens Möglichkeiten im Kampf gegen die Pandemie begrenzt. Zuletzt erließ seine Regierung unter anderem eine Impfpflicht für alle Angehörigen der Streitkräfte.

(M.Dylatov--DTZ)

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