Deutsche Tageszeitung - Linken-Vorsitzende fordert Rotationsprinzip für geschlossene Polizeieinheiten

Linken-Vorsitzende fordert Rotationsprinzip für geschlossene Polizeieinheiten


Linken-Vorsitzende fordert Rotationsprinzip für geschlossene Polizeieinheiten
Linken-Vorsitzende fordert Rotationsprinzip für geschlossene Polizeieinheiten / Foto: ©

Die Linken-Vorsitzende Janine Wissler hat ein Rotationsprinzip für Beamten in geschlossenen Polizeieinheiten gefordert. Ein Austausch innerhalb solcher Einheiten sei wichtig, "weil wir festgestellt haben, dass es doch stellenweise gerade in diesen geschlossenen Einheiten einen gewissen Korpsgeist gibt, dass die Fehlerkultur nicht so gelebt wird", sagte Wissler am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Sie stellte sich in dem Format "Sechs Minuten für meine Stimme" den Fragen eines Polizisten.

Textgröße ändern:

Wissler schlug in diesem Zusammenhang auch eine Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten vor, wie es sie bereits in einigen Bundesländern gibt. Es gehe darum, "dass das Fehlverhalten von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten festzustellen ist, was ja auch ein Schutz ist für die vielen, die ihre Arbeit gut machen und richtig machen", betonte sie.

Als Problem nannte Wissler zudem die zahlreichen Überstunden und die hohe Arbeitsbelastung für Polizisten. "Wir sagen nicht, wir brauchen viel mehr Polizei für mehr Sicherheit, ich glaube, dass das so nicht funktioniert." Vielmehr sei präventive Arbeit im Kampf gegen Kriminalität nötig, etwa durch eine andere Sozialpolitik.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

250 Jahre USA: Trump dreht Ehrenrunde bei Autorennen in Washington

US-Präsident Donald Trump gibt am Sonntag den Startschuss zu einem Autorennen in Washington im Zuge der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Trump wird den Organisatoren zufolge beim "Freedom 250 Grand Prix" in seiner "The Beast" genannten gepanzerten Limousine eine Ehrenrunde drehen. Anschließend soll er die grüne Flagge schwenken, um das Rennen starten zu lassen. Das Autorennen bildet den Abschluss der 250-Jahr-Feierlichkeiten.

Merz dankt Einsatzkräften nach Brand in Hürtgenwald - Kanzler-Auftritt von Pfiffen begeleitet

Rund eine Woche nach dem schweren Waldbrand bei Hürtgenwald hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Samstag mit einem Besuch bei den Einsatzkräften in der nordrhein-westfälischen Gemeinde aus dem Sommerurlaub zurückgemeldet. Die kurze Dankesrede des Kanzlers vor den Helfern wurde von einem Pfeifkonzert überschattet. Dass Merz seit Beginn seines Urlaubs in der ersten August-Woche trotz Entwicklungen wie folgenschwerer Dürre und heftiger Waldbrände bislang nicht öffentlich aufgetreten war, hatte zuvor Kritik ausgelöst.

Palästinensergebiete: Frühere Diplomaten fordern Paris und London zum Handeln auf

Dutzende frühere französische und britische Diplomaten haben ihre Regierungen dazu aufgerufen, in den Palästinensergebieten das Völkerrecht zu verteidigen. Das Engagement Frankreichs und Großbritanniens sei angesichts der historischen Rolle der beiden Länder im Nahen Osten und ihres Status als ständige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat unverzichtbar, erklärten die 102 Unterzeichner eines am Samstag in der französischen Zeitung "Le Monde" veröffentlichten offenen Briefs.

Wadephul wirft Russland bei Ukraine-Besuch "wahllosen Mord an Zivilisten" vor

Wenige Stunden nach einem tödlichen russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) Kiew besucht und Russland "wahllosen Mord an Zivilisten" vorgeworfen. Der Ukraine sagte er bei dem Besuch am Samstag weitere 50 Millionen Euro humanitäre Hilfe zu. Mit US-Außenminister Marco Rubio wolle er zudem über zusätzliche Luftverteidigung für die Ukraine beraten.

Textgröße ändern: