Deutsche Tageszeitung - Helmut-Kohl-Stiftung nimmt Arbeit auf

Helmut-Kohl-Stiftung nimmt Arbeit auf


Helmut-Kohl-Stiftung nimmt Arbeit auf
Helmut-Kohl-Stiftung nimmt Arbeit auf / Foto: ©

Die Stiftung zur Erinnerung an den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hat ihre Arbeit aufgenommen. Wie die Bundesregierung mitteilte, fand am Dienstag die konstituierende Sitzung des Kuratoriums statt. Geplant ist der Aufbau eines Helmut-Kohl-Zentrums in Berlin, in dem es eine ständige Ausstellung und Veranstaltungen geben soll. In diesem und im kommenden Jahr sind zur Finanzierung jeweils knapp drei Millionen Euro für die Arbeit der Stiftung vorgesehen.

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Sie orientiert sich an den bestehenden drei Kanzlerstiftungen zum Gedenken an Konrad Adenauer (CDU), Willy Brandt (SPD) und Helmut Schmidt (SPD). Kulturstaatsministerin Monika Grütters sprach mit Blick auf Kohl von einem "breiten Wunsch, der Öffentlichkeit das Vermächtnis des Ehrenbürgers Europas umfassend zugänglich zu machen". Neben der Wahrung des Andenkens an den Kanzler der deutschen Einheit werde die Stiftung insbesondere "den europäischen Integrationsprozess im Sinne Helmut Kohls fördern."

Zum Vorsitzenden des Kuratoriums der Kohl-Stiftung wurde der der frühere Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (CDU), gewählt, wie die Bundesregierung weiter mitteilte. Die frühere Bundesbauministerin Gerda Hasselfeldt (CSU) wurde als Stellvertreterin bestimmt.

Die Stiftung war im Juni per Gesetz beschlossen worden. Finanziert wird sie aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Der Betrag von knapp drei Millionen pro Jahr entspricht laut Bundesregierung der finanziellen Ausstattung der anderen drei "Kanzlerstiftungen" des Bundes.

Helmut Kohl war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler. Er starb im Juni 2017 im Alter von 87 Jahren. Um die Stiftung hatte es im Vorfeld der Entscheidung des Bundestags zu ihrer Einrichtung Streit mit Kohls Witwe Maike Kohl-Richter gegeben. Sie hatte sich gegen das Vorhaben gewandt.

(M.Dylatov--DTZ)

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