Deutsche Tageszeitung - Zwei weitere Festnahmen im Zusammenhang mit Tötung von Journalistin in Nordirland

Zwei weitere Festnahmen im Zusammenhang mit Tötung von Journalistin in Nordirland


Zwei weitere Festnahmen im Zusammenhang mit Tötung von Journalistin in Nordirland
Zwei weitere Festnahmen im Zusammenhang mit Tötung von Journalistin in Nordirland / Foto: ©

Nach dem Tod der Journalistin Lyra McKee 2019 bei Ausschreitungen in Nordirland sind zwei weitere Verdächtige festgenommen worden. Wie die nordirische Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden ein 24-Jähriger und ein 29-Jähriger in der Stadt Derry auf Grundlage eines Anti-Terror-Gesetzes in Gewahrsam genommen. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt befragt werden.

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McKee war im April 2019 bei schweren Ausschreitungen in der auch als Londonderry bekannten nordirischen Stadt erschossen worden. Zu dem tödlichen Schuss bekannte sich die paramilitärische Splittergruppe New IRA und bat die Angehörigen der Frau "aufrichtig um Entschuldigung". Die Reporterin sei "tragischerweise getötet" worden, als sie an der Seite "feindlicher Kräfte" gestanden habe.

In der vergangenen Woche waren zwei Verdächtige formell der Tötung beschuldigt worden und gegen Kaution freigelassen worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden Verdächtigen im Alter von 21 und 33 Jahren bei dem Schützen waren, als dieser die Journalistin tötete.

Im Februar 2020 war bereits ein 52-Jähriger der Tötung der Journalistin beschuldigt worden. Dessen Anwalt erklärte, der Mann sei in den Fall verwickelt worden, weil er die Patronenhülsen der Tatwaffe vom Boden aufgehoben habe. Es handele sich bei ihm jedoch nicht um den Schützen.

Der gewaltsame Tod der 29-Jährigen weckte Erinnerungen an die düstersten Zeiten des Nordirland-Konflikts, in dem rund 3500 Menschen getötet wurden. Derry war 1972 Schauplatz des "Bloody Sunday", eines der schlimmsten Kapitel des Nordirland-Konflikts. Damals schossen britische Soldaten auf unbewaffnete Teilnehmer einer nicht genehmigten Demonstration, 14 Menschen wurden getötet.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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