Deutsche Tageszeitung - Großbritannien könnte Visa-Bestimmungen angesichts von Lkw-Fahrer-Mangel lockern

Großbritannien könnte Visa-Bestimmungen angesichts von Lkw-Fahrer-Mangel lockern


Großbritannien könnte Visa-Bestimmungen angesichts von Lkw-Fahrer-Mangel lockern
Großbritannien könnte Visa-Bestimmungen angesichts von Lkw-Fahrer-Mangel lockern / Foto: ©

Angesichts eines Mangels an Lkw-Fahrern in Großbritannien will die Regierung Medienberichten zufolge kurzfristig die Visa-Bestimmungen lockern. Wie mehrere Medien am Samstag berichteten, könnten im Zuge einer kurzfristigen Regelung bis zu 5000 befristete Visa ausgestellt werden. Weil den Berichten zufolge schätzungsweise 100.000 Lkw-Fahrer fehlen, war es zuletzt zu Engpässen an zahlreichen Tankstellen gekommen - viele Briten tätigten daraufhin Panikkäufe.

Textgröße ändern:

Das Büro von Premierminister Boris Johnson bestätigte am Freitagabend, dass die Regierung "vorübergehende Maßnahmen" prüfe, "um unmittelbare Probleme zu vermeiden". Ein solcher Schritt würde eine Abkehr von Johnsons restriktiver Einwanderungspolitik bedeuten. Der Premier hatte wiederholt betont, er wolle Großbritanniens Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften beenden.

Nachdem die Corona-Pandemie und der Brexit den Mangel an Lkw-Fahrern in Großbritannien weiter verschärft haben, steht die Regierung jedoch unter Handlungsdruck. Die Treibstoffknappheit betrifft nicht nur private Nutzer, sondern verursacht auch Störungen bei der Lieferung von Lebensmitteln und Waren.

Am Samstag bildeten sich an vielen Tankstellen im Land erneut lange Schlangen. "Ich will nur tanken, um zur Arbeit zu kommen. Die Leute füllen einfach Kanister auf - es ist lächerlich", sagte der 56-jährige Mike Davey der Nachrichtenagentur AFP, als er im südenglischen Kent vor einer Zapfsäule wartete.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Kushner: Fortschritte bei Umsetzung von Gaza-Friedensplan in 30 Tagen möglich

Der US-Sondergesandte Jared Kushner hält Fortschritte bei der Entwaffnung der islamistischen Hamas im Gazastreifen im Zuge des US-Friedensplans binnen eines Monats für möglich. "Wir könnten (...) schon in 30 Tagen Fortschritte sehen", sagte Kushner am Montag dem Sender Fox News in Tel Aviv. Diese Fortschritte begännen "hoffentlich mit dem Abtransport einiger Waffen und, wissen Sie, hoffentlich auch mit dem Zuschütten einiger Tunnel".

Kurdischer Regierungschef im Irak macht Iran für Angriff auf sein Büro verantwortlich

Der Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, hat den Iran für einen Drohnenangriff auf sein Büro verantwortlich gemacht. Er verurteilte den Angriff am Montag als "direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region". Die irakische Zentralregierung in Bagdad ordnete eine Untersuchung an. Der US-Sondergesandte Tom Barrack verurteilte den Angriff "aufs Schärfste". Teheran wiederum stellte den Vorfall als "Täuschung" dar.

Streit mit Bundesspitze: Thüringer BSW-Vorstand kündigt Sonderparteitag an

Im Streit mit der BSW-Bundesspitze über die Beteiligung an der Landesregierung in Thüringen hat die Landespartei einen Sonderparteitag angekündigt. "Auf Basis der Anträge von vier Kreisverbänden" habe der Landesvorstand die Einberufung des außerordentlichen Parteitags beschlossen, teilte das Thüringer BSW am Montag in Erfurt mit. Bekräftigt wurde, "dem Beschluss des Bundesvorstands, aus der Regierungskoalition auszusteigen und Verhandlungen für eine Expertenregierung aufzunehmen, nicht zu folgen".

Trump deutet Kontakte mit Nordkoreas Machthaber Kim an

US-Präsident Donald Trump hat neue Kontakte mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angedeutet. Auf die Frage, warum Kim nicht auf seine jüngst geäußerten Gesprächswünsche reagiert habe, sagte Trump am Montag vor Reportern im Oval Office: "Woher wissen Sie, dass er nicht geantwortet hat?" Als er weiter gedrängt wurde, ob Kim tatsächlich geantwortet habe, antwortete Trump: "Ja, hat er."

Textgröße ändern: