Deutsche Tageszeitung - Studie: Bundesweit einheitliche Lernplattform wird es wahrscheinlich nicht geben

Studie: Bundesweit einheitliche Lernplattform wird es wahrscheinlich nicht geben


Studie: Bundesweit einheitliche Lernplattform wird es wahrscheinlich nicht geben
Studie: Bundesweit einheitliche Lernplattform wird es wahrscheinlich nicht geben / Foto: ©

Eine bundesweit für alle Schulen einheitliche Online-Lernplattform wird es wahrscheinlich nicht geben. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Instituts für Informationsmanagement an der Universität Bremen im Auftrag der Deutschen Telekom Stiftung in Berlin. Für eine einheitliche Online-Lernplattform, eine sogenannte Schulcloud, seien die Entwicklungen in einzelnen Bundesländern und Kommunen schon zu weit fortgeschritten.

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"Wir sehen Länder, die ihren Schulen früh Angebote gemacht und damit Orientierung geboten haben", teilte Studienleiter Andreas Breiter mit. Andere hätten später angefangen und seien jetzt damit konfrontiert, dass es auf kommunaler Ebene bereits eine Vielzahl an Lösungen gebe. "Diese Tatsache, die kommunale Selbstbestimmung der Schulträger und auch die Schulautonomie verhindern aus unserer Sicht dauerhaft eine einheitliche Lösung."

Eine einheitliche Lösung ist der Studie zufolge aber auch nicht unbedingt notwendig - vorausgesetzt, dass es "in Zukunft gemeinsame Standards und funktionierende Schnittstellen" für alle bestehenden Systeme gibt. Als Beispiele führten die Studienautoren Schnittstellen für Aufgaben wie die Nutzerverwaltung oder die Verwendung digitaler Schulbücher an.

Gemeinsame Standards und einheitliche Schnittstellen würden demnach Medienbrüche vermeiden, aber auch zum Beispiel Schulwechsel deutlich vereinfachen. Für die Studie wurden neben den Lernplattformen der 16 Bundesländer auch die von fünf ausgewählten Kommunen - Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und Köln - untersucht.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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