Deutsche Tageszeitung - FDP bekräftigt vor "Ampel"-Sondierungen "rote Linien"

FDP bekräftigt vor "Ampel"-Sondierungen "rote Linien"


FDP bekräftigt vor "Ampel"-Sondierungen "rote Linien"
FDP bekräftigt vor "Ampel"-Sondierungen "rote Linien" / Foto: ©

Vor den Sondierungsgesprächen zwischen SPD, Grünen und FDP zur Bildung einer Ampelkoalition hat der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, die Rahmenbedingungen der Liberalen für ein mögliches Bündnis bekräftigt. "Die roten Linien der FDP sind bekannt: keine Steuererhöhungen und keine Aufweichung der Schuldenbremse unseres Grundgesetzes", sagte Buschmann dem "Spiegel". Es gebe auch noch "andere Reibungsflächen", aber alle drei Parteien seien "ambitioniert".

Textgröße ändern:

"Ob hier Reibungsenergie für einen Impuls nach vorne entsteht, müssen die Gespräche zeigen", sagte er dem Magazin zufolge. Bislang sei alles "sehr ernsthaft und professionell" verlaufen. Allen Beteiligten sei klar: "Es geht um unser Land", sagte der FDP-Politiker.

Vier Tage nach ihrem ersten Treffen im Dreierformat wollen SPD, Grüne und FDP am Montag in "vertiefte Sondierungen" für die Bildung einer Ampelkoalition einsteigen. Für das Gespräch haben sie Vertraulichkeit vereinbart. Am Wochenende verwiesen Politiker von Grünen und FDP auf ernsthafte politische Differenzen - etwa in der Finanzpolitik. Die "Ampel" sei "noch lange nicht in trockenen Tüchern", sagte etwa Grünen-Chef Robert Habeck.

Unterdessen rief der Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums, Matthias Machnig, seine Partei dazu auf, während der Sondierungen geschlossen hinter Spitzenkandidat Olaf Scholz zu stehen. "Ohne Geschlossenheit gibt es keinen Erfolg", sagte er der "Wirtschaftswoche". "Scholz ist jetzt die Autorität in der Partei", betonte Machnig. "Alle wären sehr gut beraten, diese Autorität nicht anzukratzen". Es dürfe bei den Gesprächen keinen "Profilierungswettbewerb" geben: "Die Kunst ist, dass sich später alle als Sieger fühlen müssen".

In der CDU gibt es hingegen Unmut über die Liberalen, die der SPD den Vorzug vor der Union gegeben hatten. "Die FDP darf nicht zum Steigbügelhalter von SPD und Grünen werden", sagte Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß dem Magazin. "Steuererhöhungen oder der Weg in eine europäische Transferunion wären Gift für den Wirtschaftsstandort Deutschland und den Wiederaufschwung nach der Coronakrise".

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

"Eine meiner engsten Vertrauten": Trumps Sprecherin Karoline Leavitt tritt zurück

Die für ihre scharfen und bissigen Antworten auf Journalistenfragen bekannte US-Präsidentensprecherin Karoline Leavitt hat ihren Rücktritt angekündigt. Die 28-Jährige begründete dies am Mittwoch damit, dass sie sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes mehr auf die Familie konzentrieren wolle. Präsident Donald Trump würdigte Leavitt als "eine meiner engsten Vertrauten" und kündigte an, dass diese künftig als externe Beraterin für ihn arbeiten werde.

Ukraine will keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen machen

Inmitten zunehmender russischer Attacken hat die Ukraine entschieden, ab sofort keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen zu machen. Es würden "bestimmte Änderungen" bei den täglichen Morgenberichten eingeführt, erklärte am Mittwoch Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im Onlinedienst Facebook. Unter anderem solle nicht mehr die Zahl der von Russland auf die Ukraine abgefeuerten Raketen genannt werden.

Sachsen-Anhalt: Schulze schließt Zusammenarbeit mit AfD nach Wahl weiter aus

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat erneut eine Kooperation mit der AfD nach der Landtagswahl im September ausgeschlossen. "Ich habe nicht vor, mit der AfD zusammenzuarbeiten", sagte Schulze, der auch Spitzenkandidat der CDU ist, am Mittwochabend in der "Wahlarena aus Magdeburg" des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Zugleich lehnte er auch eine Koalition mit der Linkspartei weiter ab. Es sei für ihn ausgeschlossen, dass einem von ihm geleiteten Kabinett "Minister der AfD oder der Linkspartei" angehörten.

Karoline Leavitt beendet ihre Tätigkeit als Sprecherin von US-Präsident Trump

Die Sprecherin von US-Präsident Donald, Karoline Leavitt, beendet zum Monatsende ihre Tätigkeit. Trump würdigte am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social Leavitts "phänomenale" Arbeit. Er verstehe und respektiere ihre Entscheidung zutiefst, erklärte Trump.

Textgröße ändern: