Deutsche Tageszeitung - Umweltminister der Länder fordern mehr Geld vom Bund für Hochwasservorsorge

Umweltminister der Länder fordern mehr Geld vom Bund für Hochwasservorsorge


Umweltminister der Länder fordern mehr Geld vom Bund für Hochwasservorsorge
Umweltminister der Länder fordern mehr Geld vom Bund für Hochwasservorsorge / Foto: ©

Die Umweltminister der Länder haben von der Bundesregierung nach der Flutkatastrophe im Juli mehr Mittel für die Hochwasservorsorge gefordert. Im Beschluss der Sonder-Umweltministerkonferenz von Bund und Ländern vom Dienstagabend forderten die Umweltminister, dass der Bund zusätzliche Mittel für Vorsorgemaßnahmen gegen Starkregen- und andere Extremwetterereignisse bereitstellen soll.

Textgröße ändern:

Außerdem sollten Bund und Länder im Rahmen eines "Paktes für die Klimaanpassung" eine Milliarde Euro jährlich für Soforthilfen und Wiederaufbau betroffener Gebiete bereitstellen. Zudem sollte geprüft werden, ob Flächen des Bundes vermehrt für den Hochwasserschutz verwendet werden können. Schließlich wurde die Forderung nach der erneuten Prüfung einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden bekräftigt.

Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) erklärte, dass die trockenen, heißen Sommer der letzten Jahre und die Starkregenereignisse in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gezeigt hätten: "Selbst mit dem besten Klimaschutz werden wir viele Folgen des Klimawandels nicht mehr aufhalten können". Klimaschutz und Klimaanpassung seien eine "Zwillingsherausforderung" geworden, der sich Bund und Länder gemeinsam stellen müssten. Nun gelte es, die Vorsorge vor Klimarisiken als "staatliche Daueraufgabe mit sicherer Finanzierungsgrundlage zu verankern".

Städte und Gemeinden seien als Erste gefordert, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen. Bürgermeister und Landräte müssten wissen, wie ihre Kommunen durch den Klimawandel gefährdet sind. Der Bund wolle sie dabei unterstützen, erklärte Flasbarth.

Starke Regenfälle hatten Mitte Juli katastrophale Überschwemmungen an Flüssen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ausgelöst. Viele Gemeinden wurden verwüstet. In Rheinland-Pfalz kamen im Zusammenhang mit dem Hochwasser 133 Menschen ums Leben. In Nordrhein-Westfalen gab es 48 Tote.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Sachsen-Anhalt: Schulze schließt Zusammenarbeit mit AfD nach Wahl weiter aus

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat erneut eine Kooperation mit der AfD nach der Landtagswahl im September ausgeschlossen. "Ich habe nicht vor, mit der AfD zusammenzuarbeiten", sagte Schulze, der auch Spitzenkandidat der CDU ist, am Mittwochabend in der "Wahlarena aus Magdeburg" des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Zugleich lehnte er auch eine Koalition mit der Linkspartei weiter ab. Es sei für ihn ausgeschlossen, dass einem von ihm geleiteten Kabinett "Minister der AfD oder der Linkspartei" angehörten.

Karoline Leavitt beendet ihre Tätigkeit als Sprecherin von US-Präsident Trump

Die Sprecherin von US-Präsident Donald, Karoline Leavitt, beendet zum Monatsende ihre Tätigkeit. Trump würdigte am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social Leavitts "phänomenale" Arbeit. Er verstehe und respektiere ihre Entscheidung zutiefst, erklärte Trump.

Lizenz zum Zurückschlagen: Kabinett beschließt umstrittene Geheimdienst-Reform

Nicht mehr nur beobachten, sondern notfalls gegen Angreifer zurückschlagen: Vor dem Hintergrund der verschärften Bedrohungslage hat das Bundeskabinett eine umfassende Reform der deutschen Nachrichtendienste beschlossen. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einer "neuen Zeitrechnung" für Bundesnachrichtendienst (BND) und Verfassungsschutz, die nun wie Geheimdienste anderer Länder erstmals "operative Befugnisse" erhielten. Teile der Opposition warnten vor einer "Geheimpolizei" und zweifelten an der Verfassungsmäßigkeit der Pläne.

AfD-Landrat verliert Rechtsstreit um Äußerung von Gesundheitsminister Linnemann

Der Sonneberger Landrat Robert Sesselmann (AfD) hat einen Rechtsstreit mit Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) verloren. Das Thüringer Oberverwaltungsgericht in Weimar entschied nach Angaben vom Mittwoch, dass Sesselmann eine bestimmte Behauptung nicht wiederholen darf. Der Streit entzündete sich an einer Pressekonferenz vom Oktober.

Textgröße ändern: