Deutsche Tageszeitung - Putin nennt Diskussionen über seine Nachfolge "destabilisierend" für Russland

Putin nennt Diskussionen über seine Nachfolge "destabilisierend" für Russland


Putin nennt Diskussionen über seine Nachfolge "destabilisierend" für Russland
Putin nennt Diskussionen über seine Nachfolge "destabilisierend" für Russland / Foto: ©

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Diskussionen über seine Nachfolge als "destabilisierend" für Russland bezeichnet. "Die Lage muss ruhig bleiben", sagte Putin im Interview mit dem US-Sender CNBC, das in der Nacht zum Donnerstag ausgestrahlt wurde. Die staatlichen Organe und Strukturen müssten "ruhig in die Zukunft schauen". Putin erinnerte daran, dass er sich 2024 laut den Bestimmungen der Verfassung zur Wiederwahl stellen könne, eine Entscheidung habe er aber noch nicht getroffen.

Textgröße ändern:

Nach einer Verfassungsreform aus dem Jahr 2020 kann Putin theoretisch bis 2036 im Amt bleiben. Der frühere Agent des russischen Geheimdienstes KGB leitet die Geschicke Russlands mittlerweile seit über zwei Jahrzehnten. Er nimmt für sich in Anspruch, Russland aus der wirtschaftlichen und politischen Krise nach dem Ende der Sowjetunion geführt zu haben. Dies ging allerdings mit einer Konzentration der Macht im Kreml und in den Geheimdiensten einher.

Die russische Regierung ging zuletzt verstärkt gegen die Opposition und unabhängige Medien vor. Die Bewegung des wichtigsten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny wurde verboten, der Oppositionspolitiker inhaftiert. Zuvor hatte er eine Vergiftung überlebt, für die er den Kreml verantwortlich macht.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt

Die blaue Welle, die in der vergangenen Wahlnacht bei den Midterms durch die Vereinigten Staaten zog, hat ebenfalls in Texas nicht haltgemacht. Mit James Talarico haben die Demokraten zum ersten Mal seit 1988 wieder eine Senatswahl in dem christlich-konservativen Bundesstaat gewonnen.

Mattella zur Nationalen Einheit: Appell an gemeinsame europäische Verteidigung

Im Rahmen des Tages der Nationalen Einheit und der Streitkräfte hat der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella in einem Grußwort an das Verteidigungsministerium die Bedeutung historischer Einheit und demokratischer Freiheit betont. Zugleich warnte er vor neuen Sicherheitsrisiken und forderte eine stärkere europäische Verteidigungskompetenz.

Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern

Die US-Amerikaner*innen haben Präsident Donald Trump und der von ihm dominierten Republikanischen Partei in den Zwischenwahlen eine derartige Klatsche verpasst, dass selbst die sonst so wortgewaltigen US-TV-Kommentatoren kaum Worte dafür fanden. Die Demokraten haben den Republikanern weitaus mehr Sitze im Repräsentantenhaus und im Senat abgenommen, als nötig gewesen wäre, um die Kontrolle über beide Kongresskammern zu übernehmen.

Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte

Der Demokrat Abdul El-Sayed hat die Senatswahl in Michigan gegen den Republikaner Mike Rogers gewonnen. Der Epidemiologe wird damit der erste Muslim im US-Senat.

Textgröße ändern: