Deutsche Tageszeitung - Iranische Nachrichtenagentur: Ab Donnerstag Atomverhandlungen in Brüssel

Iranische Nachrichtenagentur: Ab Donnerstag Atomverhandlungen in Brüssel


Iranische Nachrichtenagentur: Ab Donnerstag Atomverhandlungen in Brüssel
Iranische Nachrichtenagentur: Ab Donnerstag Atomverhandlungen in Brüssel / Foto: ©

Zur Wiederbelebung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran sollen nach Angaben aus Teheran in ein paar Tagen die Verhandlungen wieder aufgenommen werden. Die Gespräche mit der sogenannten 4+1-Gruppe würden am Donnerstag in Brüssel starten, sagte der iranische Abgeordnete Ahmed Aliresabeigui laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars nach einem Treffen von Parlamentariern mit Außenminister Hossein Amir-Abdollahian hinter verschlossenen Türen.

Textgröße ändern:

Mit der 4+1-Gruppe sind vier der fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat, nämlich Frankreich, Großbritannien, Russland und China, sowie Deutschland gemeint. Der Iran hatte im April mit diesen Ländern und unter Beteiligung der Europäischen Union in Wien aufgenommen, während mit der UN-Vetomacht USA nur indirekte Verhandlungen geführt wurden.

Die USA waren 2018 unter ihrem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen, das die 5+1-Gruppe 2015 in Wien mit Teheran ausgehandelt hatte. Zusätzlich verhängte die US-Regierung weitreichende Sanktionen gegen die Islamische Republik. In der Folge hielt sich der Iran nicht mehr an viele der Bestimmungen des Atomabkommens.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat sich zur Rückkehr zu dem Atomabkommen bereiterklärt, sollte Teheran seine darin enthaltenden Verpflichtungen wieder einhalten. Die Gespräche darüber zwischen den beteiligten Ländern waren im Juni ausgesetzt worden, nachdem der Ultrakonservative Ebrahim Raisi zum neuen iranischen Präsidenten gewählt worden war.

Am vergangenen Donnerstag war der EU-Gesandte Enrique Mora nach Teheran gereist, um auf die Festlegung eines Termins zur Fortsetzung der Verhandlungen zu dringen. Danach hieß es aus Teheran, mit der EU sei eine Fortsetzung des Dialogs in Brüssel binnen einiger Tage vereinbart worden.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell erklärte am Freitag, er stehe für Treffen mit Vertretern der iranischen Führung in Brüssel "bereit". Am Sonntag hieß es aus Borrells Büro allerdings, es könne nicht bestätigen, "ob und wann" ein solches Treffen in Brüssel stattfinde.

Das internationale Atomabkommen von 2015 soll den Iran am Bau von Atomwaffen hindern. Unter anderem verpflichtete sich das Land, seine Kapazitäten für die Urananreicherung einzuschränken und regelmäßige Inspektionen seiner Nuklearanlagen zuzulassen. Im Gegenzug wurden internationale Sanktionen gegen den Iran aufgehoben.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Russische Anti-Kriegs-Partei Jabloko von Parlamentswahl ausgeschlossen

Russlands Oberster Gerichtshof hat der einzigen Anti-Kriegs-Partei des Landes die Teilnahme an den für September geplanten Parlamentswahlen untersagt. Einem entsprechenden Antrag zum Ausschluss der Jabloko-Partei werde stattgegeben, erklärte Richter Wjatscheslaw Kirillow am Montag. Jabloko-Parteichef Nikolaj Rybakow kündigte an, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen.

Trump fordert Entschädigungen vom Iran

In einer Art Retourkutsche für iranische Forderungen nach Reparationen hat US-Präsident Donald Trump seinerseits Entschädigungen von der Regierung in Teheran verlangt. "Ich fordere ebenfalls eine Entschädigung vom Iran für all die Menschen, die sie mit ihren Bomben am Straßenrand und in zahlreichen Konflikten getötet und schwer verletzt haben", erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social.

Kosovo-Schutztruppe KFOR will Präsenz an Schlüsselpositionen zurückfahren

Die Nato-Schutztruppe für das Kosovo hat angekündigt, erstmals seit Beginn der KFOR-Mission die Präsenz an zwei Schlüsselpositionen zurückzufahren. Zur Begründung führte die KFOR am Montag in einer Mitteilung unter anderem die "verbesserte Sicherheitssituation" am serbischen Kloster Visoki Decani an. Fortan sollten kosovarische Polizisten in die dortige "Sicherheitsarchitektur" integriert werden, hieß es. Bei der ständigen Truppenpräsenz an einer Brücke in der zwischen Serben und Kosovo-Albanern geteilten Stadt Mitrovica solle demnach "mit einem Übergang begonnen" werden.

US-Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez lässt Eizellen einfrieren

Die bekannte US-Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez vom linken Flügel der Demokraten lässt ihre Eizellen einfrieren. Die prominente Politikerin und mögliche Präsidentschaftsbewerberin veröffentlichte am Wochenende Onlinevideos von ihrer Fruchtbarkeitsbehandlung. Zu sehen ist unter anderem, wie die 36-Jährige mit dem Spitznamen AOC sich selbst Hormonspritzen setzt.

Textgröße ändern: