Deutsche Tageszeitung - Präsidentin von Berliner Humboldt-Universität tritt zu Jahresende zurück

Präsidentin von Berliner Humboldt-Universität tritt zu Jahresende zurück


Präsidentin von Berliner Humboldt-Universität tritt zu Jahresende zurück
Präsidentin von Berliner Humboldt-Universität tritt zu Jahresende zurück / Foto: ©

Aus Protest gegen das Berliner Hochschulgesetz will die Präsidentin der Humboldt-Universität, Sabine Kunst, zum Jahresende zurücktreten. Die vom bisherigen rot-rot-grünen Senat auf den Weg gebrachte Gesetzesnovelle sei "gut gemeint, aber schlecht gemacht", erklärte Kunst am Dienstag. Sie kritisierte unter anderem die damit einhergehenden Änderungen bei den Personalstrukturen der Universität.

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Kunst verwies auf die seit Jahren wachsende Unzufriedenheit und Kritik an den schwierigen und unsicheren Karrierewegen in der Wissenschaft, vor allem wegen der Vielzahl befristeter Verträge. Sie könne dies "gut verstehen und sehe die dringende Notwendigkeit von Veränderungen".

Mit der Gesetzesänderung werde sich "die Zahl von unbefristet beschäftigten wissenschaftlichen Mitarbeitern über die nächsten Jahre hinweg deutlich erhöhen". "Darauf sind unsere aktuellen Strukturen aber nicht ausgerichtet", erklärte sie.

Sie könne daher diese politische Entscheidung nicht mittragen und trete von ihrem Amt zurück. Es sei an den Wissenschaftspolitikern im Land aber auch im Bund, "die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Berliner und des deutschen Wissenschaftssystems zu gestalten und die Hochschulen mit den Herausforderungen der Neuausrichtungen nicht allein zu lassen".

Kunst ist seit Mai 2016 Präsidentin der Humboldt-Universität. Davor war sie für die SPD Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg.

(I.Beryonev--DTZ)

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