Deutsche Tageszeitung - Hunderte Klimaaktivisten demonstrieren in Glasgow

Hunderte Klimaaktivisten demonstrieren in Glasgow


Hunderte Klimaaktivisten demonstrieren in Glasgow
Hunderte Klimaaktivisten demonstrieren in Glasgow / Foto: ©

Einen Tag vor dem Start der Weltklimakonferenz sind im schottischen Glasgow hunderte Klimaaktivisten auf die Straße gegangen. Die Demonstranten zogen am Samstag durch das Stadtzentrum und hielten Plakate mit Slogans wie "Taten statt Worte" und "Stoppt fossile Brennstoffe" hoch. Angeführt wurden sie von Aktivisten der Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion, die angekündigt hat, die größte Stadt Schottlands während der Klimakonferenz mit ihren Protestaktionen zum Stillstand zu bringen.

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"Wir warten auf ehrgeizigere Maßnahmen", sagte der belgische Demonstrant Dirk van Esbroeck. Die Teilnehmer der Konferenz müssten sich der "Dringlichkeit der Situation" bewusst werden. "Denn unsere Kinder und Enkelkinder laufen Gefahr, in einer viel komplizierteren Welt leben zu müssen, die schwerwiegende Umbrüche durch den Klimawandel erleiden wird."

Van Esbroeck und 20 weitere Mitglieder der Gruppe "Großeltern für das Klima" waren mit dem Zug von Belgien in die schottische Hauptstadt Edinburgh gefahren und waren die letzten 75 Kilometer nach Glasgow zu Fuß gelaufen.

Die Demonstration am Samstag war die bisher größte Protestkundgebung vor Beginn der COP26. Eine Großdemonstration ist für den kommenden Freitag angekündigt, die Veranstalter rechnen mit bis zu 100.000 Teilnehmern. Am Samstag traf auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg in Glasgow ein.

In Glasgow verhandeln von Sonntag an rund 200 Staaten über die weitere Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Das Abkommen sieht eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei, möglichst aber 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Derzeit steuert die Erde nach UN-Angaben auf eine gefährliche Erwärmung um 2,7 Grad zu.

Das Treffen gilt deshalb auch als entscheidend im Kampf gegen die Klimakrise. Die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen in aller Welt kritisieren UNO, Wissenschaftler und Umweltaktivisten als unzureichend. Im Vorfeld gab es deshalb enorme Zweifel an einem Erfolg der Konferenz.

(A.Nikiforov--DTZ)

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