Deutsche Tageszeitung - Verdi droht mit Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder

Verdi droht mit Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder


Verdi droht mit Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder
Verdi droht mit Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder / Foto: ©

Vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen mit den Ländern hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit einer Welle von Warnstreiks im öffentlichen Dienst gedroht. "Wenn es in der zweiten Verhandlungsrunde kein vernünftiges Angebot gibt, werden wir bundesweit länger streiken und sehr viel mehr Beschäftigte zum Warnstreik aufrufen", sagte Verdi-Vize Christine Behle der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagsausgabe). Die Tarifverhandlungen für die mehr als 800.000 Angestellten der Bundesländer außer Hessen gehen am Montag in Potsdam in die zweite Runde.

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Die in der Tarifgemeinschaft Deutscher Länder zusammengeschlossenen Arbeitgeber wollen kein Arbeitgeberangebot vorlegen, bevor die Gewerkschaften nicht einer Reform des Eingruppierungssystems zustimmen. Verdi und der Beamtenbund fordern fünf Prozent mehr Geld, monatlich jedoch mindestens 150 Euro und im Gesundheitswesen 300 Euro Zuschlag.

Behle sagte zur Stimmung unter den Angestellten der Länder: "Es gibt eine große Empörung über das Verhalten der Arbeitgeber." Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fühlten sich "in keinster Weise wertgeschätzt". Die Arbeitgeber verweigern laut Behle nicht nur einen vollen Inflationsausgleich. Sie versuchten zudem, "die Bezahlung durch neue Eingruppierungen zu drücken".

Auch der Deutsche Beamtenbund hat bereits mit Warnstreiks gedroht. "Wenn die Arbeitgeber nicht endlich vernünftig mit uns diskutieren, werden wir verstärkt streiken", hatte DBB-Chef Ulrich Silberbach der "Welt am Sonntag" gesagt. Dem DBB geht es bei den Verhandlungen unter anderem um eine Verbesserung der Situation der Beschäftigten in Gesundheitsberufen.

(U.Beriyev--DTZ)

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