Deutsche Tageszeitung - Journalisten werfen Bolsonaros Personenschützern Angriff während G20-Gipfels vor

Journalisten werfen Bolsonaros Personenschützern Angriff während G20-Gipfels vor


Journalisten werfen Bolsonaros Personenschützern Angriff während G20-Gipfels vor
Journalisten werfen Bolsonaros Personenschützern Angriff während G20-Gipfels vor / Foto: ©

Brasilianische Journalisten sind nach eigenen Angaben am Rande des G20-Gipfels in Rom von Personenschützern des brasilianischen Staatschefs Jair Bolsonaro attackiert worden. Sie sei zusammen mit sechs Kollegen bei einer Demonstration am Sonntag nahe der brasilianischen Botschaft von Beamten in Zivil "geschubst und brutal behandelt worden", sagte Ana Estela de Sousa Pinto von der Zeitung "Folha de São Paulo" der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern:

"Das ist inakzeptabel. Wir werden Beschwerde einreichen", sagte die Journalistin. Die sieben Reporter hatten über eine Demonstration von rund 50 Bolsonaro-Anhängern berichten wollen. Auf einem Video, das Sousa Pinto mit ihrem Handy machte, ist ein Personenschützer zu hören, der auf Italienisch sagt, dass sie nicht über die Kundgebung berichten dürfe. Es seien "zu viele Menschen" vor Ort. Dann wird die Journalistin von dem Mann weggestoßen.

Bolsonaro hatte am Wochenende an den Beratungen der G20-Staatengruppe in der italienischen Hauptstadt teilgenommen. Auf eine Reise nach Glasgow zur UN-Klimakonferenz (COP26) verzichtete der rechtsradikale Staatschef aber. Die brasilianische Delegation bei der COP26 wird von Umweltminister Joaquim Leite geleitet.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Bericht: Asylerstanträge bis 25. September auf tiefstem Stand seit 2012

Bis zum 25. September ist die Zahl der Asylerstanträge in Deutschland einem Medienbericht zufolge auf den niedrigsten Stand seit 2012 gefallen. Bis zu diesem Stichtag seien 3345 Erstanträge registriert worden, berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium.

Wadephul warnt in Rede bei Vereinten Nationen vor Risiken durch KI

In einer Rede vor der UN-Vollversammlung hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) vor den Risiken durch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) gewarnt. Es handle sich um eine Technologie, die die Wirtschaft von Staaten zu Fall bringen und Lebensgrundlagen bedrohen könne, wenn sie in falsche Hände gerate, sagte Wadephul am Samstag in seiner Ansprache bei der UN-Generaldebatte in New York.

Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linken

Knapp eine Woche nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat der SPD-Landesvorstand für Sondierungsgespräche mit der Linken gestimmt. Der Vorstand beschloss am Samstag einstimmig, die Einladung der Linkspartei zu Sondierungen anzunehmen, wie ein Sprecher mitteilte. Die Linke hatte die Wahl am vergangenen Sonntag deutlich vor der bislang gemeinsam mit der SPD regierenden CDU gewonnen.

Lawrow: Russland wird Ziele in der Ukraine "egal wie" erreichen

Russland ist nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow entschlossen, seine militärischen Ziele in der Ukraine "egal wie" zu erreichen. "Die Ziele der speziellen Militäroperation werden erreicht, die Bedrohung der russischen Sicherheit wird beseitigt und das friedliche Leben wird zurückkehren", sagte Lawrow am Samstag vor der UN-Vollversammlung in New York. Dies werde "egal unter welchen Umständen passieren".

Textgröße ändern: