Deutsche Tageszeitung - Länder sehen Spahns Vorschlag zu Auffrischungs-Gipfel skeptisch

Länder sehen Spahns Vorschlag zu Auffrischungs-Gipfel skeptisch


Länder sehen Spahns Vorschlag zu Auffrischungs-Gipfel skeptisch
Länder sehen Spahns Vorschlag zu Auffrischungs-Gipfel skeptisch / Foto: ©

Die Länder sehen das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ins Gespräch gebrachte Bund-Länder-Treffen zu den Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus skeptisch. Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) betonte am Montag im RBB-Inforadio, zu diesem Thema sei bereits alles gesagt. Sie habe schon vor längerer Zeit alle Ärzte wegen Auffrischungsimpfungen für die vulnerablen Gruppen angeschrieben

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Wichtig sei vielmehr ein stärkeres, öffentliches Bewusstsein für den Ernst der Lage, fügte Nonnemacher hinzu. "Ich denke, was so wichtig ist, dass allgemein in der Bevölkerung diese Mentalität, Corona sei ja jetzt vorbei, dass das klar gesagt werden muss: Wir laufen in eine vierte Welle rein, die im Moment droht genauso hoch zu werden wie die Wellen, die wir letztes Jahr hatten."

Zuvor hatte sich bereits Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ablehnend zu einem Bund-Länder-Treffen geäußert. Wenn das Treffen nicht nur dem "Plaudern" dienen solle, müsse klar sein, worum es dabei gehen soll, sagte er am Sonntagabend im ZDF. Dazu habe er von Spahn aber noch nichts gehört. Auch Berlin sei längst dabei, die sogenannten Booster-Impfungen voranzubringen.

Spahn hatte der "Bild am Sonntag" gesagt: "Wir brauchen einen Booster-Gipfel von Bund und Ländern." Den Auffrischungsimpfungen wird insbesondere wegen der steigenden Infektionszahlen große Bedeutung beigemessen. Spahn will alle Menschen ab 60 anschreiben, um ihnen die Booster-Impfung zu empfehlen.

(M.Dylatov--DTZ)

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