Deutsche Tageszeitung - Britischer Erzbischof entschuldigt sich für Vergleich von Klimawandelfolgen mit Holocaust

Britischer Erzbischof entschuldigt sich für Vergleich von Klimawandelfolgen mit Holocaust


Britischer Erzbischof entschuldigt sich für Vergleich von Klimawandelfolgen mit Holocaust
Britischer Erzbischof entschuldigt sich für Vergleich von Klimawandelfolgen mit Holocaust / Foto: ©

Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, hat sich dafür entschuldigt, die Folgen des Klimawandels mit dem Holocaust verglichen zu haben. "Ich entschuldige mich unmissverständlich für die Worte, die ich benutzt habe, als ich versuchte, den Ernst der Lage zu betonen", erklärte das religiöse Oberhaupt der Church of England am Montag auf Twitter. "Es ist niemals richtig, Vergleiche mit den Gräueltaten der Nazis anzustellen."

Textgröße ändern:

Welby hatte zuvor anlässlich der Weltklimakonferenz in Glasgow in einem Interview der BBC gesagt, künftige Generationen würden "mit weitaus schärferen Worten" über die Politiker von heute sprechen, "als über die Politiker der 30er Jahre, (...) die ignorierten, was in Nazideutschland geschah". Denn der Klimawandel werde "über Generationen hinweg Menschen auf der ganzen Welt töten" und "einen Völkermord von unendlich größerem Ausmaß ermöglichen".

Die zweiwöchige Konferenz in Glasgow hatte am Sonntag begonnen. Verhandelt wird bis zum 12. November über die weitere Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015, um die Erderwärmung und deren katastrophale Folgen abzumildern.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Nach Massenandrang auf Ceuta: EU demonstriert bei Krisensitzung Einigkeit

Nach dem Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta haben die EU-Länder in einer Krisensitzung Einigkeit demonstriert. "Es gab in der Runde volle Solidarität mit Spanien", sagte EU-Innenkommissar Magnus Brunner nach einer Videokonferenz der EU-Innenminister am Dienstag. Die Vorfälle hatten einen Streit zwischen Spanien auf der einen Seite und EU-Ländern mit einer harten Linie gegen Migranten auf der anderen Seite ausgelöst.

US-Finanzminister hält Hormus-Abkommen mit Iran bis Mittwoch für möglich

US-Finanzminister Scott Bessent hält eine Einigung mit dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus noch bis Mittwoch für möglich. "Wir sind in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Vereinbarung haben", sagte Bessent am Dienstag dem Sender CNBC. Der Vermittlerstaat Katar sprach von "laufenden Bemühungen", erklärte aber, direkte US-iranische Gespräche gebe es derzeit nicht.

Bundesregierung bereitet neuen Zivildienst vor - bei Rückkehr der Wehrpflicht

Die Bundesregierung bereitet die Grundlagen für einen neuen Zivildienst vor. Falls die Wehrpflicht wieder eingesetzt würde, "müsste es ja auch einen entsprechenden Ersatzdienst geben", sagte Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) am Dienstag den Sendern RTL und ntv. Im zuständigen Bundesfamilienministerium liefen deshalb bereits Vorbereitungen auf "unterschiedliche Situationen und Szenarien". Das Ministerium führte dazu nach Angaben einer Sprecherin bereits Gespräche mit großen Verbänden, die Plätze für Zivildienstleistende anbieten könnten.

Linke regt Steinmeier-Nachfolge aus Zivilgesellschaft an

Ein halbes Jahr vor der Wahl des neuen Bundespräsidenten hat sich die Linke für eine Kandidatin oder einen Kandidaten von außerhalb der Tagespolitik ausgesprochen. "Die Wahl einer parteiübergreifenden Kandidatin oder eines Kandidaten aus der Zivilgesellschaft mit breitem Rückhalt in der Bevölkerung wäre für uns durchaus vorstellbar", sagte die parlamentarische Geschäftsführerin der Linksfraktion im Bundestag, Ina Latendorf, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin.

Textgröße ändern: