Frankreichs Bischöfe wollen sich zu Entschädigungen für Missbrauchsopfer äußern
In Lourdes endet am Montag die jährliche Vollversammlung der katholischen Bischöfe Frankreichs, die dieses Mal von dem verheerenden Missbrauchsbericht überschattet war. Es wird erwartet, dass die Bischöfe Details zur Entschädigung der Opfer sexuellen Missbrauchs bekanntgeben und Reformvorschläge machen. Die Bischöfe hatten sich erstmals geschlossen zur institutionellen Verantwortung der Kirche für die Missbrauchsfälle bekannt.
Nach dem Bericht waren in Frankreich seit 1950 schätzungsweise 216.000 Minderjährige von katholischen Priestern und Ordensleuten sexuell missbraucht worden. Die Bischöfe verständigten sich bereits auf individuelle Entschädigungen. Angesichts der Finanzlage der Kirche in Frankreich, wo es keine Kirchensteuer gibt, hoffen die Bischöfe auf Spenden für den Entschädigungsfonds. Auf Spendenaufrufe unter Gläubigen wollen sie jedoch verzichten.
(V.Korablyov--DTZ)