Deutsche Tageszeitung - Beginn der Plädoyers im Prozess um verdurstetes jesidisches Mädchen in Frankfurt

Beginn der Plädoyers im Prozess um verdurstetes jesidisches Mädchen in Frankfurt


Beginn der Plädoyers im Prozess um verdurstetes jesidisches Mädchen in Frankfurt
Beginn der Plädoyers im Prozess um verdurstetes jesidisches Mädchen in Frankfurt / Foto: ©

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main beginnen am Montag (10.00 Uhr) die Plädoyers im Prozess um ein verdurstetes jesidisches Mädchen. Angeklagt ist Taha A.-J., früherer Ehemann der IS-Rückkehrerin Jennifer W., die jüngst in München verurteilt wurde. Zunächst plädieren die Generalstaatsanwaltschaft und die Nebenklage. Die Anklage wirft A.-J. unter anderem Völkermord an den Jesiden, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Menschenhandel und Mord an dem fünfjährigen jesidischen Mädchen vor.

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Der Mann soll im früheren Herrschaftsgebiet der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak die als Sklavin gekaufte fünfjährige Jesidin qualvoll verdursten lassen haben. Das Mädchen soll er als Strafe fürs Einnässen bei Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius im Freien an ein Fenster gefesselt haben, bis es starb. Das Oberlandesgericht München verurteilte seine frühere Ehefrau W. vor rund zwei Wochen wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu zehn Jahren Haft.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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