Deutsche Tageszeitung - Hessen verschärft 3G-Regel

Hessen verschärft 3G-Regel


Hessen verschärft 3G-Regel
Hessen verschärft 3G-Regel / Foto: ©

Die hessische Landesregierung hat vor dem Hintergrund steigender Corona-Infektionszahlen die 3G-Regel verschärft. Ab Donnerstag brauchen ungeimpfte oder nicht genesene Menschen bei 3G-Veranstaltungen statt eines Schnelltests einen PCR-Test, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden mitteilte. Konkret betreffe dies die Innenbereiche unter anderem bei Veranstaltungen und Messen sowie in Freizeiteinrichtungen und Gaststätten.

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Bislang mussten ungeimpfte oder nicht genesene Menschen bei 3G-Veranstaltungen nur einen Antigenschnelltest vorzeigen. Für Kinder und Jugendliche sowie Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, bleibt ein Antigentestnachweis ausreichend.

Hessen führt als weitere Maßnahme für Beschäftigte mit Kundenkontakt eine 3G-Regel am Arbeitsplatz ein. Ungeimpfte oder nicht genese Arbeitnehmer sollen sich dann zweimal pro Woche testen. Die Regel gilt, sobald Kontakt zu externen Kunden besteht - also beispielsweise für das Personal in Supermärkten, im öffentlichen Nahverkehr oder beim Friseur.

Auch bei Großveranstaltungen schärft die Landesregierung nach. Bei Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmenden dürfen künftig maximal zehn Prozent Getestete sein. Die übrigen müssen entweder geimpft oder genesen sein. In den Schulen müssen Schüler künftig drei- statt zweimal pro Woche einen negativen Testnachweis erbringen – sobald sie am Präsenzunterricht teilnehmen.

"Mit unserem Maßnahmenpaket wollen wir insbesondere die gefährdeten Gruppen schützen", erklärten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne). Innerhalb der vergangenen sieben Tage hätten sich in Hessen mehr als 9000 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Derzeit würden in hessischen Kliniken 649 Coronapatienten stationär behandelt, 205 davon auf Intensivstationen.

Damit sei ein "erster Schwellenwert" erreicht, sagte Bouffier. Der hessische Ministerpräsident forderte vor diesem Hintergrund eine baldige Ministerpräsidentenkonferenz. Die derzeitige Lage verlange nach einer Absprache der Regierungschefs der Länder mit dem Bund. Das sei "zwingend notwendig", sagte Bouffier.

(V.Sørensen--DTZ)

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