Deutsche Tageszeitung - Scholz sieht kein "unüberwindbares Problem" bei Koalitionsverhandlungen

Scholz sieht kein "unüberwindbares Problem" bei Koalitionsverhandlungen


Scholz sieht kein "unüberwindbares Problem" bei Koalitionsverhandlungen
Scholz sieht kein "unüberwindbares Problem" bei Koalitionsverhandlungen / Foto: ©

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sieht die Koalitionsverhandlungen mit Grünen und FDP auf einem guten Weg. Die offenen Fragen seien nicht so zahlreich, "dass ich das für ein unüberwindbares Problem halte", sagte Scholz am Donnerstag bei der Vorstellung der Herbstprognose für die Steuereinnahmen. Er fügte hinzu: "Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, aber der Tag ist ganz gut."

Textgröße ändern:

Scholz hob zugleich die gute Zusammenarbeit der Ampel-Parteien hervor. Er sei "sehr froh" darüber, "dass diese drei Parteien es gut geschafft haben, vertraulich miteinander zu reden". Dabei solle es auch bleiben, sagte der SPD-Politiker. Auf inhaltliche Fragen zum Stand der Koalitionsgespräche ging er nicht ein.

Mit Blick auf die Finanzplanung der angestrebten Ampel-Regierung und die Corona-bedingten Belastungen sagte er: "Wir werden eine gute Lösung präsentieren." Beim Thema Schuldenbremse verwies Scholz darauf, dass sich die Parteien darauf verständigt hätten, sich im Rahmen der Verfassung zu bewegen. Es gehe darum, dafür zu sorgen, dass die Wirtschaft nicht einbricht, betonte er.

Auf die Frage, ob die begrenzten finanziellen Mittel mit den Wünschen der Ampel-Parteien vereinbar seien, sagte Scholz, deren Ziele seien zwar "ambitioniert", aber "das geht."

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Ceuta-Krise: SPD-Chef Klingbeil fordert Solidarität mit Spanien

Nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta hat der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil Solidarität mit Spanien gefordert. Das in Nordafrika gelegene Ceuta sei "Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung" geworden, erklärte Klingbeil am Samstag in Berlin. Die Menschen seien instrumentalisiert worden "in dem Versuch, Europa zu spalten". Deshalb stehe "die Geschlossenheit Europas und die Solidarität mit Spanien jetzt an erster Stelle".

Marokkanische NGO fordert Untersuchung der Ursachen für die Geschehnisse in Ceuta

Die marokkanische Menschenrechtsorganisation AMDH dringt nach dem Ankommen zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika auf eine Untersuchung zum Auslöser des Geschehens. Eine "seriöse und unabhängige Untersuchung" sei nötig, um "vollständige Klarheit über die Umstände und Ursachen" zu gewinnen, erklärte die Nichtregierungsorganisation (NGO) am Samstag. Auch müssten "Verantwortlichkeiten" festgestellt werden.

Nach Burnham-Abschied: Bev Craig ist neue Bürgermeisterin von Manchester

Nach dem Abschied von Andy Burnham ist Bev Craig zur neuen Bürgermeisterin des Großraums Manchester in Nordwestengland gewählt worden. Wie ihr Vorgänger, der neue britische Premierminister, gehört Craig der Labour-Partei an. Die Vorsitzende des Stadtrats der Stadt Manchester setzte sich gegen die Kandidatin der rechtspopulistischen Reform UK, Sian Astley, deutlich durch.

Kolumbien: Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella sind in dem südamerikanischen Land bei einem Sprengstoffanschlag mindestens elf Menschen verletzt worden. Ein mit Sprengsätzen ausgerüsteter Lkw detonierte am Samstag vor einer Polizeiwache in der ostkolumbianischen Stadt Cucutá nahe der Grenze zu Venezuela, wie die Behörden mitteilten.

Textgröße ändern: