Deutsche Tageszeitung - Philippinische Präsidenten-Tochter Sara Duterte tritt neuer Partei bei

Philippinische Präsidenten-Tochter Sara Duterte tritt neuer Partei bei


Philippinische Präsidenten-Tochter Sara Duterte tritt neuer Partei bei
Philippinische Präsidenten-Tochter Sara Duterte tritt neuer Partei bei / Foto: ©

Sara Duterte, Tochter des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, ist einer neu gegründeten Partei beigetreten und hat damit die Spekulationen über eine mögliche Kandidatur für die Nachfolge ihres Vaters weiter angeheizt. Die derzeitige Bürgemeisterin der Stadt Davao trat Medienberichten zufolge am Donnerstag aus ihrer Regionalpartei aus. Wenige Stunden später war im Staatsfernsehen zu sehen, wie sie der Partei ihrer Verbündeten, der früheren Präsidentin Gloria Arroyo beitrat.

Textgröße ändern:

Bislang hatte Sara Duterte angegeben, sie sei nicht daran interessiert als Präsidentin zu kandidieren. Doch ihr Verzicht am Dienstag auf eine erneute Kandidatur für ihren derzeitigen Bürgermeister-Posten deutet darauf hin, dass sie diese Meinung geändert haben könnte.

"Ich danke meinen Anhängern. Ich hoffe, dass ich ihnen in den nächsten Tagen geben kann, was sie wollen", sagte sie am Donnerstag am Rande einer Hochzeit in Manila.

Um das Präsidentenamt bewerben sich bislang unter anderen der Sohn des gleichnamigen früheren philippinischen Diktators Ferdinand Marcos, der ehemalige Schauspieler und Bürgermeister Francisco Domagoso, der Box-Star und Senator Manny Pacquiao und die amtierende Vizepräsidentin Leni Robredo.

Insbesondere Marcos ist ein enger Verbündeter von Amtsinhaber Duterte. Daher wurde spekuliert, er könnte sich zugunsten von Sara Duterte zurückziehen und stattdessen für das Amt des Vizepräsidenten kandidieren, der auf den Philippinen in einer separaten Wahl ebenfalls direkt gewählt wird.

Gänzlich neue Kandidaturen für die Präsidentschaftswahl sind bereits nicht mehr möglich. Die Parteien können jedoch noch bis zum 15. November ihre bisherigen Kandidaten austauschen. Laut Meinungsumfragen hätte die Präsidententochter gute Chancen.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Ceuta-Krise: SPD-Chef Klingbeil fordert Solidarität mit Spanien

Nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta hat der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil Solidarität mit Spanien gefordert. Das in Nordafrika gelegene Ceuta sei "Ziel einer offenbar gesteuerten Migrationsbewegung" geworden, erklärte Klingbeil am Samstag in Berlin. Die Menschen seien instrumentalisiert worden "in dem Versuch, Europa zu spalten". Deshalb stehe "die Geschlossenheit Europas und die Solidarität mit Spanien jetzt an erster Stelle".

Marokkanische NGO fordert Untersuchung der Ursachen für die Geschehnisse in Ceuta

Die marokkanische Menschenrechtsorganisation AMDH dringt nach dem Ankommen zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika auf eine Untersuchung zum Auslöser des Geschehens. Eine "seriöse und unabhängige Untersuchung" sei nötig, um "vollständige Klarheit über die Umstände und Ursachen" zu gewinnen, erklärte die Nichtregierungsorganisation (NGO) am Samstag. Auch müssten "Verantwortlichkeiten" festgestellt werden.

Nach Burnham-Abschied: Bev Craig ist neue Bürgermeisterin von Manchester

Nach dem Abschied von Andy Burnham ist Bev Craig zur neuen Bürgermeisterin des Großraums Manchester in Nordwestengland gewählt worden. Wie ihr Vorgänger, der neue britische Premierminister, gehört Craig der Labour-Partei an. Die Vorsitzende des Stadtrats der Stadt Manchester setzte sich gegen die Kandidatin der rechtspopulistischen Reform UK, Sian Astley, deutlich durch.

Kolumbien: Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella sind in dem südamerikanischen Land bei einem Sprengstoffanschlag mindestens elf Menschen verletzt worden. Ein mit Sprengsätzen ausgerüsteter Lkw detonierte am Samstag vor einer Polizeiwache in der ostkolumbianischen Stadt Cucutá nahe der Grenze zu Venezuela, wie die Behörden mitteilten.

Textgröße ändern: