Deutsche Tageszeitung - Durchbruch bei Klima-Verhandlungen in Glasgow steht weiter aus

Durchbruch bei Klima-Verhandlungen in Glasgow steht weiter aus


Durchbruch bei Klima-Verhandlungen in Glasgow steht weiter aus
Durchbruch bei Klima-Verhandlungen in Glasgow steht weiter aus / Foto: ©

Am offiziell letzten Tag der UN-Klimakonferenz in Glasgow steht ein Durchbruch in den Verhandlungen noch aus. Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth sagte im Deutschlandfunk, im Ringen zwischen den fast 200 Staaten gebe es "jetzt große Fortschritte, aber da werden wir den ganzen Tag noch verhandeln".

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Für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens müssten noch die letzten völkerrechtlichen Regeln vereinbart werden, führte Flasbarth aus. "Da gibt es noch drei Leerstellen, die müssen gelöst werden, sonst werden die nächsten Jahre sehr, sehr schwierig in der Umsetzung des Pariser Abkommens."

Außerdem müsse dafür gesorgt werden, dass in der Rahmenentscheidung der Konferenz der Aufruf zum Kohleausstieg enthalten bleibe, sagte Flasbarth. Auch den Vorschlag, die nationalen Klimaziele jährlich in den Blick zu nehmen, befürwortete er, allerdings "nicht als Rechtsverpflichtung für alle Staaten".

Um bis 2050 weltweit Klimaneutralität zu erreichen, sei es wichtig, sich "jährlich zu vergewissern", dass die Staaten auf dem richtigen Weg seien, sagte Flasbarth im Deutschlandfunk. Bei künftigen UN-Klimakonferenzen müssten die Verhandler tatsächlich "viel, viel mehr auf die Umsetzung gucken".

Zu der sich abzeichnenden Verlängerung der COP26 sagte Flasbarth: "Ich habe eigentlich vor, morgen hier abzureisen, aber wir haben schon Vorkehrungen getroffen, dass das auch länger gehen könnte." Als bisherige Erfolge der Weltklimakonferenz lobte der Staatssekretär im Bundesumweltministerium insbesondere die am Mittwoch verkündete Vereinbarung zwischen den USA und China für mehr Klimaschutz in den kommenden Jahren.

In Glasgow verhandeln seit dem 31. Oktober Vertreter aus fast 200 Ländern über die konkrete Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015. Es sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber 1,5 Grad zu begrenzen. Derzeit bewegt sich die Erde selbst bei Einhaltung aller nationaler Klimaschutzzusagen auf eine folgenschwere Erwärmung um 2,7 Grad zu.

(V.Sørensen--DTZ)

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