Deutsche Tageszeitung - Mehrheit hat bei Corona nur geringes Vertrauen in Ampel-Parteien

Mehrheit hat bei Corona nur geringes Vertrauen in Ampel-Parteien


Mehrheit hat bei Corona nur geringes Vertrauen in Ampel-Parteien
Mehrheit hat bei Corona nur geringes Vertrauen in Ampel-Parteien / Foto: ©

Die Mehrheit der Deutschen hat bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nur geringes Vertrauen in die Ampel-Parteien SPD, Grüne und SPD. Der SPD wurde in der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-"Politbarometer" lediglich von 13 Prozent der Befragten als in diesem Punkt kompetent genannt, die FDP nur von sechs Prozent und die Grünen von fünf Prozent.

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Etwas besser schnitt die CDU/CSU ab, die von 25 Prozent als kompetent eingestuft wurde. 19 Prozent sagten, dass derzeit keine Partei eine Corona-Politik betreibt, die in ihrem Sinne ist. Weitere 26 Prozent wollten hierzu keine Aussage treffen. Die AfD wurde von vier Prozent als kompetent eingestuft, die Linke von einem Prozent.

Nur noch 32 Prozent sind demnach mit den aktuell geltenden Corona-Regeln zufrieden. 49 Prozent sprachen sich für strengere Schutzmaßnahmen aus. 16 Prozent halten die derzeitigen Regeln für übertrieben. Zudem fordern 77 Prozent, dass es strengere Kontrollen zur Einhaltung der Vorschriften geben solle. 21 Prozent lehnten dies ab.

Die Forderung, bundesweit 2G in Restaurants, Hotels und im Freizeit- und Kulturbereich einzuführen - also dann dort nur noch Geimpfte und Genesene zuzulassen -, finden 67 Prozent gut und 32 Prozent nicht gut. Mehrheitlich negativ äußerten sich lediglich Anhängerinnen und Anhänger der AfD.

Eine klare Mehrheit von 71 Prozent unterstützte das Vorhaben, am Arbeitsplatz eine 3G-Regelung einzuführen, bei der Beschäftigte, die weder gegen Corona geimpft noch genesen sind, täglich einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Dagegen wandten sich 26 Prozent.

Für eine Impfpflicht für das Personal im Gesundheitswesen und in der Pflege sprachen sich 71 Prozent aus. 27 Prozent lehnten dies ab. Eine Impfpflicht auch für die Beschäftigten in Schulen und Kitas unterstützen 65 Prozent. Hier äußerten sich 32 Prozent ablehnend.

62 Prozent sagten in der Befragung, dass in Deutschland die Politik zu wenig für den Klimaschutz tue. Knapp ein Viertel äußerte sich bei diesem Themenfeld zufrieden. Zwölf Prozent sagten, die Politik tue für den Klimaschutz zu viel.

In der sogenannten Sonntagsfrage blieb die SPD mit 28 Prozent (plus eins) klar vorn. Es folgte die CDU/CSU mit 20 Prozent vor den Grünen mit 16 Prozent (beide unverändert). Für die FDP sprachen sich 13 Prozent aus (minus eins), für die AfD elf und für die Linke fünf Prozent (beide unverändert).

Für die Umfrage befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag repräsentativ 1257 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Der Fehlerbereich wurde mit je nach Anteilswert zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.

(V.Sørensen--DTZ)

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