Deutsche Tageszeitung - Furcht vor Corona-Infektion in Deutschland im Jahresvergleich stark rückläufig

Furcht vor Corona-Infektion in Deutschland im Jahresvergleich stark rückläufig


Furcht vor Corona-Infektion in Deutschland im Jahresvergleich stark rückläufig
Furcht vor Corona-Infektion in Deutschland im Jahresvergleich stark rückläufig / Foto: ©

Die Menschen in Deutschland haben sich zuletzt deutlich weniger vor Corona gefürchtet als noch vor einem Jahr. Das geht aus einer Umfrage der Krankenkasse DAK hervor, die am Freitag in Hamburg veröffentlicht wurde. Demnach hatten im Befragungszeitraum im Oktober 20 Prozent Angst vor einer Coronainfektion. Bei einer identischen Vorläuferumfrage vor einem Jahr waren es 37 Prozent gewesen.

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Unter den 14- bis 29-Jährigen war die Sorge vor einer möglichen Ansteckung aktuell mit 30 Prozent allerdings deutlich höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Die Befragungen liefen laut DAK zwischen dem 4. und dem 25. Oktober, endeten also vor etwa zweieinhalb Wochen. Seitdem verschlechterte sich die Infektionslage massiv.

DAK-Vorstandschef Andreas Storm zeigte sich besorgt. "Wir stehen mitten in der vierten Welle, und die Inzidenzen steigen - gerade jetzt geht die Angst vor einer Covid-19-Erkrankung zurück", teilte er mit. "Die Corona-Pandemie ist scheinbar für viele Menschen so alltäglich geworden, dass die Sorge vor einer Infektion sinkt." Dies sei "alarmierend". Das Virus dürfe nicht unterschätzt werden.

Die repräsentative Befragung des Instituts Forsa wird von der Krankenkasse regelmäßig in Auftrag gegeben, um die Angst der Menschen vor Krankheiten besser nachzuvollziehen. Am größten ist demnach die Furcht vor einer Krebserkrankung, die von 70 Prozent geteilt wird. Es folgen die Angst vor Alzheimer oder Demenz mit 54 Prozent sowie die Sorge vor einem Schlaganfall mit 49 Prozent.

(A.Nikiforov--DTZ)

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