Deutsche Tageszeitung - Legalisierung von Cannabis würde Fiskus laut Studie 4,7 Milliarden Euro bringen

Legalisierung von Cannabis würde Fiskus laut Studie 4,7 Milliarden Euro bringen


Legalisierung von Cannabis würde Fiskus laut Studie 4,7 Milliarden Euro bringen
Legalisierung von Cannabis würde Fiskus laut Studie 4,7 Milliarden Euro bringen / Foto: ©

Eine Legalisierung von Cannabis würde dem Fiskus einer Studie zufolge 4,7 Milliarden Euro bringen. Die Summe setze sich aus zusätzlichen Steuereinnahmen, Sozialversicherungsbeiträgen und Einsparungen bei Strafverfolgung und Justiz zusammen, errechnete der Wettbewerbsökonom Justus Haucap in einer am Dienstag vom Deutschen Hanfverband vorgestellten Studie. Die Einnahmen würden demnach höher ausfallen, als dies in einer 2018 von dem Ökonomen und dem Verband vorgelegten Studie erwartet wurde.

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Haucap schlägt in der Studie vor, den Markt für Cannabis in Deutschland zu regulieren und den Verkauf mit einer Steuer zu belegen. Allein eine Cannabissteuer würde nach seinen Berechnungen dann 1,8 Milliarden Euro bringen. Mehreinnahmen in Höhe von rund 735 Millionen Euro erwartet der Ökonom bei der Körperschafts-, Gewerbe- und Umsatzsteuer, dazu 526 Millionen Euro an Sozialbeiträgen und 280 Millionen Euro an Lohnsteuer durch rund 27.000 Arbeitsplätze, die im Fall einer Legalisierung seiner Annahme nach entstehen würden.

Die Studie geht zudem davon aus, dass eine Legalisierung Einsparungen in der Strafverfolgung im Umfang von 1,05 Milliarden Euro und bei der Justiz in Höhe von 313 Millionen Euro bringen würde. Der Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands, Georg Wurth, erklärte, durch das Verbot von Cannabis würden "Milliarden werden für sinnlose Polizeieinsätze aus dem Fenster geworfen". "Das Geld wäre bei Aufklärung, Prävention und Hilfe viel effektiver eingesetzt", zeigte er sich überzeugt.

(M.Dylatov--DTZ)

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