Deutsche Tageszeitung - Deutscher Städtetag fordert Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen

Deutscher Städtetag fordert Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen


Deutscher Städtetag fordert Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen
Deutscher Städtetag fordert Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen / Foto: ©

Der Deutsche Städtetag hat eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen gefordert. "In sensiblen Beschäftigtenbereichen, wo Menschen mit Menschen arbeiten, fordern wir eine Impfpflicht", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) am Dienstag zu Beginn der Hauptversammlung des Gremiums in Erfurt. Betreffen würde das die pädagogischen, pflegerischen und medizinischen Bereiche. Einer nicht geimpften Erzieherin Kinder anzuvertrauen, die nicht geimpft werden können, halte er nicht für richtig, sagte Jung.

Textgröße ändern:

"Ich appelliere daran, diese Frage in den Koalitionsverhandlungen jetzt intensiv zu klären", fügte der Leipziger Oberbürgermeister hinzu. Die mögliche Ampelregierung aus SPD, Grünen und FDP müsse eine gesetzliche Impfpflicht für diese Menschen einführen.

Zudem forderte Jung, die epidemische Notlage über den 25. November hinaus zu verlängern. Die vierte Welle der Pandemie werde heftiger sein "als alles, was wir bisher erlebt haben", sagte Jung. Von der Bund-Länder-Konferenz am Donnerstag erwarte er "klare, gemeinsame und konsequente Schritte" sowie bundesweit "einfache und nachvollziehbare Regeln".

Weiter erwartet der Städtetag von der möglichen neuen Regierung, die Städte bei den Koalitionsverhandlungen im Blick zu behalten. "Ohne uns wird es nicht gehen, die beschlossenen Ziele der Bundesregierung umzusetzen", sagte Jung. Er forderte mehr finanzielle Hilfen vom Bund, um die Klimaziele und die Verkehrswende umsetzen zu können. Zudem müsse der Bund die Mittel für den sozialen Wohnungsbau deutlich anheben.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Mehr als 100 israelische Siedler attackieren Dorf im Westjordanland

Mehr als 100 israelische Siedler haben am Dienstag ein Dorf im besetzten Westjordanland attackiert. Bei dem Angriff auf das Dorf Dschalud im Norden des Palästinensergebiets wurden nach Angaben der israelischen Armee zwei Häuser in Brand gesetzt und drei israelische Polizisten verletzt. Die Polizei teilte mit, sie habe einen Verdächtigen festgenommen und zwei Minderjährige zum Verhör mitgenommen.

Kasachstans Präsident preist bei Besuch in Berlin "exzellente" Beziehungen zu Putin

Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat bei einem Besuch in Berlin seine "exzellenten Beziehungen" zu Kreml-Chef Wladimir Putin gepriesen. "Was auch immer in der Ukraine passiert, wir werden niemals vergessen, dass Russland und die Ukraine unsere Freunde sind", sagte Tokajew am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Erste Regierungschefin Marokkos: König ernennt Fatima Ezzahra El Mansouri

In Marokko wird zum ersten Mal eine Frau Regierungschefin: König Mohammed VI. hat die Bürgermeisterin von Marrakesch, Fatima Ezzahra El Mansouri, am Dienstag zur Ministerpräsidentin des nordafrikanischen Landes ernannt. Wie sein Büro mitteilte, empfing er die 50-jährige Juristin, die zuletzt auch Bauministerin war, am Dienstag im Königspalast und beauftragte sie offiziell mit der Bildung der neuen Regierung.

Britischer Premier Burnham: "Der Brexit hat mehr geschadet als genutzt"

Der britische Premierminister Andy Burnham sieht im Brexit mehr Schaden als Nutzen für sein Land und prüft verschiedene Optionen für die künftigen Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union. Beim nächsten EU-Großbritannien-Gipfel werde er darlegen, wie eine langfristige Zusammenarbeit aussehen könne, sagte Burnham am Dienstag auf dem Labour-Parteitag in Liverpool.

Textgröße ändern: