Deutsche Tageszeitung - Evangelische Kirche fordert humanitäre Hilfe an polnisch-belarussischer Grenze

Evangelische Kirche fordert humanitäre Hilfe an polnisch-belarussischer Grenze


Evangelische Kirche fordert humanitäre Hilfe an polnisch-belarussischer Grenze
Evangelische Kirche fordert humanitäre Hilfe an polnisch-belarussischer Grenze / Foto: ©

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Arbeitsgruppe "Christliche Vision" des Koordinierungsrats für Belarus haben die Politik dazu aufgefordert, unverzüglich humanitäre Hilfe an der polnisch-belarussischen Grenze zu ermöglichen. "Das Vorgehen des belarussischen Machthabers ist kriminell und zynisch", erklärte die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber am Donnerstag. Der politische Kampf um Deutungshoheit verdecke das Leid tausender Menschen, die zwischen die Fronten geraten seien.

Textgröße ändern:

Bosse-Huber appellierte an die Verantwortlichen, geltendes Recht einzuhalten und Menschen nicht zum Spielball von Politik zu machen. Europa solle auf Erpressungsversuche nicht reagieren, indem es selbst Recht und Humanität "über Bord" werfe, forderte sie. Angesichts der Not könne die Kirche nicht schweigen. Die EU-Staaten müssten die Menschen unverzüglich aufnehmen, forderte Bosse-Huber.

Tausende Flüchtlinge sitzen derzeit in Belarus bei eisigen Temperaturen vor allem an der Grenze zum EU-Mitgliedsstaat Polen fest. Brüssel wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, absichtlich Flüchtlinge in die EU zu schleusen, um Vergeltung für Sanktionsbeschlüsse der Europäer zu üben. Belarus weist dies zurück.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Spanisches Innenministerium: Mehr als 37.500 Migranten aus Ceuta nach Marokko zurückgekehrt

Nach dem Ansturm zehntausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika sind nach offiziellen Angaben fast zwei Drittel von ihnen in das angrenzende Marokko zurückgekehrt. Bis zum Freitagnachmittag hätten sich "mehr als 37.500" zunächst in Ceuta eingetroffene Menschen wieder nach Marokko begeben, teilte das spanische Innenministerium der Nachrichtenagentur AFP mit. In den vergangenen Tagen hatten laut Behörden rund 60.000 Menschen aus Marokko kommend Ceuta erreicht.

USA und Deutschland warnen vor IT-Experten aus Nordkorea

Die USA, Deutschland und neun weitere verbündete Länder haben ihre Unternehmen vor IT-Fachleuten aus Nordkorea gewarnt. Diese sicherten sich unter falscher Identität Jobs in Telearbeit und trügen dazu bei, "die rechtswidrigen Kernwaffen- und Raketenprogramme Nordkoreas" zu finanzieren, hieß es in der gemeinsamen Erklärung, die auch das Auswärtige Amt in Berlin verbreitete. Zudem betrieben sie Firmenspionage.

Trump: Bilder aus Ceuta "schrecklich" und Warnung für USA vor Kongresswahlen

US-Präsident Donald Trump hat die Bilder marokkanischer Migranten in der spanischen Exklave Ceuta "schrecklich" genannt. Sie seien eine Warnung für die USA vor den Kongresswahlen am 3. November, sagte Trump seinem Haus-Sender Fox News in einem Telefoninterview. "Wenn die Demokraten an die Macht kommen, werden Sie kein sehr gutes Leben führen", fügte er hinzu.

Palästinenser bei Marsch israelischer Siedler durchs Westjordanland angeschossen

Am Rande eines Marsches israelischer Siedler durch mehrere palästinensische Ortschaften im besetzten Westjordanland ist ein Palästinenser angeschossen worden. "Unsere Mediziner in Nablus behandeln einen jungen Mann, der während eines Übergriffs der israelischen Armee und von Siedlern im Stadtteil al-Dschunaid durch scharfe Munition im Bauch verletzt wurde", teilte der Palästinensische Rote Halbmond am Freitag mit.

Textgröße ändern: