Deutsche Tageszeitung - Zwei Migranten bei Überfahrt auf Kanarische Inseln gestorben

Zwei Migranten bei Überfahrt auf Kanarische Inseln gestorben


Zwei Migranten bei Überfahrt auf Kanarische Inseln gestorben
Zwei Migranten bei Überfahrt auf Kanarische Inseln gestorben / Foto: ©

Zwei Migranten sind offenbar bei einer illegalen Überfahrt von Afrika auf die Kanarischen Inseln gestorben. Das Boot mit insgesamt mehr als 30 Menschen an Bord wurde in der Nacht zu Freitag in den Hafen von Arguineguin auf der spanischen Insel Gran Canaria geschleppt, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Zuvor hatten die Rettungskräfte auf Twitter geschrieben, dass zwei Menschen auf See behandelt werden mussten.

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Diese hätten sich "in einem viel ernsteren Zustand als der Rest der Gruppe" befunden. Eine Person war unterkühlt und dehydriert, eine andere hatte eine Handverletzung. Von wo genau aus die Menschen gestartet waren, ist bislang unklar. Spanien ist eines der wichtigsten Ziele für Migranten, die von Nordafrika aus auf der Suche nach einem besseren Leben in Europa aufbrechen.

Nach Angaben des spanischen Innenministeriums erreichten zwischen Januar und Oktober dieses Jahres insgesamt 16.827 Migranten von Afrika aus per Boot die Kanarischen Inseln. Das sind 44 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Zahl der auf den Kanarischen Inseln ankommenden Migranten ist seit Ende 2019 sprunghaft angestiegen, nachdem verstärkte Patrouillen vor der Nordafrikanischen Küste die Zahl der Überfahrten über das Mittelmeer drastisch reduziert hatten.

Der kürzeste Seeweg ist der von Marokko aus. Zu den Kanaren sind es rund 100 Kilometer. Wegen starker Strömungen ist die Überfahrt sehr gefährlich. Viele Migranten stechen aus deutlich größerer Entfernungen von den Küsten der Westsahara, Mauretaniens, des Senegals aus oder von noch weiter weg in See.

(W.Novokshonov--DTZ)

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