Deutsche Tageszeitung - Kieler Wirtschaftsminister Buchholz ist FDP-Spitzenkandidat bei Landtagswahl

Kieler Wirtschaftsminister Buchholz ist FDP-Spitzenkandidat bei Landtagswahl


Kieler Wirtschaftsminister Buchholz ist FDP-Spitzenkandidat bei Landtagswahl
Kieler Wirtschaftsminister Buchholz ist FDP-Spitzenkandidat bei Landtagswahl / Foto: ©

Die schleswig-holsteinische FDP zieht mit Wirtschaftsminister Bernd Buchholz als Spitzenkandidat in die Landtagswahl im kommenden Jahr. Ein Landesparteitag der Liberalen wählte den 60-Jährigen am Samstag in Neumünster auf Platz eins der Landesliste, wie die Partei mitteilte. Als Landesvorsitzender wurde am Sonntag Sozial- und Gesundheitsminister Heiner Garg im Amt bestätigt.

Textgröße ändern:

In Schleswig-Holstein wird in gut einem halben Jahr am 8. Mai 2022 ein neuer Landtag gewählt. Seit 2017 regieren CDU, Grüne und FDP in dem nördlichsten deutschen Bundesland in einer Dreierkoalition unter Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).

Buchholz ist seit 2017 Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus in Kiel und war früher Vorstandschef des Verlags Gruner+Jahr. In seiner Rede auf dem Parteitag hob er am Samstag hervor, dass die FDP in der Jamaika-Regierung viel erreicht habe, es aber vor allem im Bildungsbereich noch viel zu tun gebe. "Von weltbester Bildung sind wir noch weit entfernt", sagte er und forderte, dass mit dem Bildungssystem das "Aufstiegsversprechen" an junge Menschen eingehalten werden müsse.

Garg kündigte an, gemeinsam mit Buchholz die Menschen davon überzeugen zu wollen, "dass es notwendig ist, dass die Freien Demokraten auch an der nächsten Landesregierung beteiligt sind". Garg führt den Landesverband der FDP seit 2011. Der 55-Jährige ist seit 2017 zudem Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren in der Landesregierung. Er ist auch Vizeministerpräsident.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Kasachstans Präsident preist bei Besuch in Berlin "exzellente" Beziehungen zu Putin

Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat bei einem Besuch in Berlin seine "exzellenten Beziehungen" zu Kreml-Chef Wladimir Putin gepriesen. "Was auch immer in der Ukraine passiert, wir werden niemals vergessen, dass Russland und die Ukraine unsere Freunde sind", sagte Tokajew am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Erste Regierungschefin Marokkos: König ernennt Fatima Ezzahra El Mansouri

In Marokko wird zum ersten Mal eine Frau Regierungschefin: König Mohammed VI. hat die Bürgermeisterin von Marrakesch, Fatima Ezzahra El Mansouri, am Dienstag zur Ministerpräsidentin des nordafrikanischen Landes ernannt. Wie sein Büro mitteilte, empfing er die 50-jährige Juristin, die zuletzt auch Bauministerin war, am Dienstag im Königspalast und beauftragte sie offiziell mit der Bildung der neuen Regierung.

Britischer Premier Burnham: "Der Brexit hat mehr geschadet als genutzt"

Der britische Premierminister Andy Burnham sieht im Brexit mehr Schaden als Nutzen für sein Land und prüft verschiedene Optionen für die künftigen Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union. Beim nächsten EU-Großbritannien-Gipfel werde er darlegen, wie eine langfristige Zusammenarbeit aussehen könne, sagte Burnham am Dienstag auf dem Labour-Parteitag in Liverpool.

Merz: Russland "nicht an ernsthaften" Ukraine-Gesprächen interessiert

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht das jüngste Gespräch zwischen Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow als Beleg für Russlands fehlende Bereitschaft zu ernsten Friedensverhandlungen. "Die anschließende Bewertung dieses Gesprächs durch Russland hat gezeigt, dass Russland offensichtlich überhaupt nicht an ernsthaften Gesprächen zum jetzigen Zeitpunkt interessiert ist", sagte Merz am Dienstag in Berlin bei einer Pressekonferenz mit dem kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew.

Textgröße ändern: