Deutsche Tageszeitung - Greenpeace-Aktivisten protestieren vor Zentralen der Ampel-Parteien

Greenpeace-Aktivisten protestieren vor Zentralen der Ampel-Parteien


Greenpeace-Aktivisten protestieren vor Zentralen der Ampel-Parteien
Greenpeace-Aktivisten protestieren vor Zentralen der Ampel-Parteien / Foto: ©

Zu Beginn der entscheidenden Verhandlungswoche für eine Ampel-Koalition hat Greenpeace SPD, FDP und Grüne zu mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz aufgefordert. Mitglieder der Umweltschutzorganisation versammelten sich am Montagmorgen vor dem Willy-Brandt-Haus sowie den Parteizentralen von FDP und Grünen. "Was bislang zum Klima- und Naturschutz aus den Verhandlungen dringt, ist nicht der versprochene Aufbruch und zu wenig, um die Klima- und Artenkrise einzudämmen", erklärte Greenpeace-Sprecher Thilo Maack.

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Die Demonstranten postierten sich mit drei riesigen Affenfiguren unter einem Banner mit der Aufschrift "Klimaregierung" vor den Parteizentralen. Mit dem Slogan "Augen zu und Kanzler sein?" richtete sich Greenpeace an die SPD und ihren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. An die FDP ging die Frage "Nie gehört?" und bei den Grünen lautete die Botschaft: "Viel gefordert, wenig erreicht?".

Ohne schnelles und entschlossenes Handeln drohe die Klima- und Artenkrise aus den Fugen zu geraten, erklärte Greenpeace. Die kommende Bundesregierung stehe vor der Herausforderung, die ökologische Transformation etwa in der Energie- und Automobilwirtschaft oder der Landwirtschaft mit der nötigen Geschwindigkeit und sozial gerecht zu steuern.

"An der Klimapolitik entscheidet sich, ob die kommende Koalition nicht die Vorteile einiger sondern das Wohl aller im Blick hat", betonte Maack. "Gelingen kann das nur, wenn unter anderem der Ausstieg aus der Kohle bis 2030 abgeschlossen ist, bis zur Mitte des Jahrzehnts keine klimaschädlichen Verbrenner mehr zuzulassen werden und die Nutztierbestände schnell deutlich sinken."

(M.Dylatov--DTZ)

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