Deutsche Tageszeitung - IAEA-Generaldirektor Grossi beginnt Atom-Gespräche im Iran

IAEA-Generaldirektor Grossi beginnt Atom-Gespräche im Iran


IAEA-Generaldirektor Grossi beginnt Atom-Gespräche im Iran
IAEA-Generaldirektor Grossi beginnt Atom-Gespräche im Iran / Foto: ©

Wenige Tage vor der Wiederaufnahme der Gespräche über das Atomabkommen in Wien hat der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, am Dienstag in Teheran mit iranischen Behördenvertretern über das Atomprogramm des Landes gesprochen. Grossi habe am Morgen zunächst den Chef der iranischen Atomenergiebehörde AEOI getroffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Anschließend ist demnach ein erstes Treffen mit Außenminister Hossein Amir-Abdollahian geplant.

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Die IAEA hatte dem Iran vergangene Woche bescheinigt, seine Bestände an hochgradig angereichtertem Uran in den vergangenen Monaten deutlich aufgestockt zu haben. Demnach besitzt Teheran inzwischen schätzungsweise 17,7 Kilogramm Uran, das auf 60 Prozent angereichert wurde, und bis zu 113,8 Kilogramm auf 20 Prozent angereichertes Uran. Laut dem internationalen Atomabkommen von 2015 darf Teheran eigentlich kein Uran über die Schwelle von 3,67 Prozent anreichern.

Das Atomabkommen soll den Iran am Bau von Atomwaffen hindern. 2018 stiegen aber die USA unter Präsident Donald Trump einseitig aus dem Abkommen aus und verhängten erneut massive Sanktionen. Danach zog sich Teheran ebenfalls schrittweise aus der Vereinbarung zurück. Kommende Woche sollen die Gespräche in Wien zur Rettung des Abkommens wieder aufgenommen werden.

Vor dem Besuch von IAEA-Chef Grossi hatte der iranische Außenamtssprecher Said Chatibsadeh sich "konstruktive" Gespräche mit dem Vertreter der UN-Organisation gewünscht. "Wir haben der IAEA immer geraten, auf dem Weg der technischen Zusammenarbeit zu bleiben und nicht zuzulassen, dass einige Länder ihre politischen Ziele im Namen der IAEA verfolgen", sagte er weiter.

Grossi, der zuletzt im September vor Ort war, hatte sich noch Anfang November über mangelnden Kontakt mit den iranischen Stellen beschwert.

(V.Korablyov--DTZ)

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