Deutsche Tageszeitung - Mehr als 20 Festnahmen wegen Corona-Protesten in den Niederlanden

Mehr als 20 Festnahmen wegen Corona-Protesten in den Niederlanden


Mehr als 20 Festnahmen wegen Corona-Protesten in den Niederlanden
Mehr als 20 Festnahmen wegen Corona-Protesten in den Niederlanden / Foto: ©

Bei erneuten Protesten gegen die Corona-Auflagen in den Niederlanden sind mehr als 20 Menschen festgenommen worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, sorgten am Vorabend kleine Gruppen von Demonstranten in den Städten Zwolle, Groningen und Roosendaal für Unruhe.

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Allein in Zwolle im Norden des Landes wurden 13 Menschen festgenommen, nachdem die Behörden zuvor den Notstand ausgerufen hatten, um weitere Ausschreitungen zu verhindern.

Die Protestler wurden unter anderem wegen des Besitzes von Feuerwerkskörpern, der Missachtung von Anordnungen der Polizei und des Fehlens von Ausweisen festgenommen, wie der Fernsehsender RTL berichtete.

In Roosendaal im Süden wurden acht Personen festgenommen, darunter drei wegen Brandstiftung, wie die Nachrichtenagentur ANP meldete. Auch in Groningen griff die Polizei laut RTL ein, um Ansammlungen von Jugendlichen aufzulösen.

Bei den Protesten gegen die am 13. November in Kraft getretenen Maßnahmen gegen das Coronavirus wurden inzwischen landesweit mehr als 150 Personen festgenommen. Die Gewalt begann am vergangenen Freitag in der Hafenstadt Rotterdam; vier Menschen wurden dort durch Polizeischüsse verletzt.

Am Samstag gingen Demonstranten in Den Haag auf die Straße, bewarfen die Polizei mit Feuerwerkskörpern und setzten Fahrräder in Brand. Fünf Polizisten wurden verletzt.

Regierungschef Mark Rutte verurteilte die Ausschreitungen als "reine Gewalt" von "Idioten". Seine Regierung warnte, dass weitere Einschränkungen wahrscheinlich seien, falls die aktuellen Corona-Auflagen nicht zu einem Rückgang der Infektionen führen.

Derzeit müssen in den Niederlanden etwa Bars, Cafés, Restaurants und Supermärkte früher schließen und die Menschen sind angewiesen, von zu Hause aus zu arbeiten.

(U.Beriyev--DTZ)

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