Deutsche Tageszeitung - Sachsen-Anhalt beschließt tägliche Testpflicht in Schulen

Sachsen-Anhalt beschließt tägliche Testpflicht in Schulen


Sachsen-Anhalt beschließt tägliche Testpflicht in Schulen
Sachsen-Anhalt beschließt tägliche Testpflicht in Schulen / Foto: ©

In Sachsen-Anhalt gilt ab Mittwoch die 2G-Regel in Innenräumen. Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen werden die Weihnachtsferien zudem vorgezogen, wie die Landesregierung am Dienstag in Magdeburg beschlossen. Der letzte Schultag ist bereits der 17. Dezember und nicht der 21. Dezember. Darüber hinaus gilt ab Montag in den Schulen bis auf weiteres eine tägliche Testpflicht.

Textgröße ändern:

Die Präsenzpflicht an den Schulen wird zudem wie zuvor unter anderem in Sachsen aufgehoben. Damit sollen vor allem Menschen geschützt werden, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung besteht oder die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, wie das Bildungsministerium mitteilte.

Die 2G-Regel und damit der Zugang nur für Geimpfte und Genesene gilt laut Verordnung unter anderem bei Innenveranstaltungen ab 50 Personen, in der Innengastronomie, mit wenigen Ausnahmen im Sport- und Kulturbetrieb sowie in Freizeiteinrichtungen. Ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.

Diskotheken und Klubs bleiben offen, es gilt aber eine 2G-Plus-Regel, Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich Tests vorlegen. Die Weihnachtsmärkte in Sachsen-Anhalt kann besuchen, wer geimpft, genesen oder getestet ist.

Auf die Frage, ob er eine Art Wandertourismus aus dem benachbarten Sachsen befürchte, wo alle Weihnachtsmärkte verboten sind, verwies Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf die Kontroll- und Steuerungskonzepte der einzelnen Kommunen. Zudem seien Veranstaltungen an "der Außenluft nicht das Problem", sondern Aktivitäten in Innenbereichen.

Es gebe einen ganz klaren Zusammenhang zwischen der Impfquote und der Dynamik der Infektionen, sagte Haseloff. "Das kann keiner wegreden." Das Entscheidende sei, dass die Menschen jetzt mitmachten.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Spranger sagt umfassende Aufklärung von CSD-Anschlag zu - Grüne wollen U-Ausschuss

Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) eine gründliche Aufarbeitung zugesichert. Im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses sagte Spranger am Mittwoch, es stellten sich die Fragen, ob der Anschlag hätte verhindert werden können, ob es Schwachstellen gegeben habe oder ob Fehler gemacht worden seien. "Das werden wir gründlich aufarbeiten und vollständige Transparenz herstellen."

Berliner Justiz verwahrt sich gegen "undifferenzierte" Kritik nach CSD-Anschlag

Die wegen des Umgangs mit dem mutmaßlichen späteren CSD-Attentäter unter Druck stehenden Justizbehörden in Berlin haben sich in einem ungewöhnlichen Schritt öffentlich gegen "undifferenzierte" Kritik an ihrer Arbeit verwahrt. Eine sachliche Auseinandersetzung erfolge "aus unserer Sicht in der medialen Öffentlichkeit nur in Teilen", erklärten die Präsidentin des Berliner Kammergerichts, Andrea Diekmann, und die Berliner Generalstaatsanwältin Margarete Koppers am Mittwoch.

Frühere Miliz: Mindestens 20 Tote bei Angriffen der USA und Saudi-Arabiens im Irak

Bei den gemeinsamen Luftangriffen der USA und Saudi-Arabiens auf Ziele im Irak sind einer früheren pro-iranischen Miliz zufolge mindestens 20 ihrer Mitglieder getötet worden. Weitere 32 Kämpfer seien bei den Angriffen verletzt worden, teilte der Hasched al-Schaabi (Volksmobilisierungskräfte) am Mittwoch mit. Dabei handele es sich um eine vorläufige Bilanz.

SPD-Fraktionschef Miersch zu Kabinettsumbildung: Jetzt sollte wieder Ruhe einkehren

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat die Erwartung geäußert, dass nach den Debatten um die Kabinettsumbildung durch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sich die Lage nun wieder beruhigt. "Der Kanzler selbst hat ja gesagt, dass er sich das anders gewünscht hätte", sagte Miersch am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. "Insofern gehe ich jetzt aber davon aus, dass mit dem heutigen Tage dann auch wirklich wieder Ruhe einkehrt."

Textgröße ändern: